Tag 1: Las Vegas – Beaver

Die Nacht war heut sehr früh vorbei. So ab 5:30 Uhr konnten wir nicht mehr schlafen. Erstmal haben wir unsere Koffer umgepackt und alles ausgepackt, was wir im Auto brauchen. Danach machten wir uns auf den Weg zum nächsten Supermarkt, um Getränke zu kaufen. In dem direkt daneben liegenden Dennys haben wir dann gefrühstückt. Wir haben uns beide einen „Grand Slam“ gegönnt, mit Eiern, Speck, Pancakes und, fürs Gewissen, frisches Obst. Leider hatten wir schon vergessen, wie groß die Portionen hier sind.

So gestärkt machten wir uns auf den Weg nach St. George, um dort im Walmart unsere ersten Vorräte zu kaufen. Unser durstiges Auto wurde auch gleich vollgetankt. Das Auto fährt sich bisher ganz gut, ihm fehlt nur ein kleines, aber doch ganz feines Detail:der Tempomat! Wir hatten beide nicht gedacht, daß es in den USA Automatikautos OHNE Cruise Control gibt. Die kommenden Wochen werden für den Gasfuß also anstrengender werden.

Auf der Weiterfahrt nach Norden haben wir einen Abstecher in den Kolob Canyon des Zion NP gemacht. Dieser kleine Teil des Zion wird selten besucht und liegt direkt an der Interstate 15. Hier konnten wir unseren America the Beautiful Pass vom letzten Jahr benutzen. Der Abstecher war eine angenehme Abwechslung zur eintönigen Autobahn. Am Ende des Scenic Drives machten wir ein kleines Picknick und genossen die Sonne und die Aussicht. Das Wetter war im Übrigen sehr warm, fast 30 Grad bei strahlendem Sonnenschein.

Nach diesem Abstecher sind wir bis Beaver weitergefahren. Hier haben wir schnell ein nettes Motel gefunden. Da wir mittlerweile sehr müde waren, sind wir nur noch schnell auf ein Sandwich zu Subway gefahren.

Hinreise und Ankunft in Las Vegas

Der Tag hat doch mehr als 24 Stunden! Aber der Reihe nach.

Wir sind um 06:45 Uhr aufgestanden, um für die letzten Erledigungen genügend Zeit zu haben. Am S-Bahnhof angekommen, ertönte es aus den Lautsprechern, dass die S-Bahnen mit Verspätungen fahren. Also schnell in die nächste S-Bahn gestiegen und zum Hauptbahnhof gefahren. Dort konnten wir ohne Probleme unser Rail&Fly-Ticket am Automaten abholen. Da wir zeitig am Gleis waren, haben wir im Zug dann auch schnell einen Platz gefunden.

Auch die Bahn hatte Probleme mit ihren Signalanlagen. Mit etwas Verspätung am Frankfurter Flughafen angekommen, erwartete uns beim Check-In Schalter die erste positive Überraschung: Der Computer von American Airlines wollte für den dritten Koffer kein Geld haben. Prima, 50 Dollar gespart!

Nach einem kurzen Snack bei McDonalds, haben wir uns gleich auf den Weg zum Gate gemacht. In Frankfurt gibt es für fast jedes Gate eine eigene Sicherheitskontrolle. Dafür hat es danach auch keine Shops mehr. Die Zeit bis zum Boarding verging auch so recht schnell und wir sind dann pünktlich Richtung Chicago gestartet.

Das Essen, Chicken mit Reis, war in Ordnung. Zu Trinken gab es ausreichend. Zur Unterhaltung wurden die aktuellen Filme „Shrek 3“ und „27 Dresses“ gezeigt. Beide waren ganz unterhaltsam – mehr nicht. Die neun Stunden zogen sich mit der Zeit ziemlich in die Länge. Aber irgendwann sind wir dann doch in Chicago angekommen.

Hier hatten wir nur etwas mehr als zwei Stunden, bis unser Anschluss-Flug nach Las Vegas startete. Deshalb haben wir uns sehr beeilt, zur Immigration zu kommen. Anfangs ging es noch ganz zügig voran, aber man wird halt doch etwas nervös. Nach ca. 30 Minuten waren wir dann endlich an der Reihe. Der Officer war nett. Wo wir in Deutschland arbeiten, hat ihn interessiert.
Die Koffer fuhren auf dem Band schon ein paar Runden spazieren, also schnell damit durch den Zoll und wieder aufgegeben. Dann ging es mit dem Skytrain zum Terminal 3. Dort angekommen bekamen wir einen kleinen Schreck: die Schlange an der Sicherheitskontrolle war sehr lang. Eine nette Dame hat dann aber die Bordkarten kontrolliert und uns sowie noch zwei weitere Pärchen aus der Schlange genommen und durch den „Behinderteneingang“ eingeschleust. So waren wir in fünf Minuten durch die Kontrolle!
So blieb noch Zeit etwas zu trinken und für Katja das erste Souvenir zu kaufen: ein Starbucks City Mug von Chicago.

Die knapp vier Stunden bis Las Vegas wollten dann kaum mehr vergehen. Hier angekommen hatten wir recht schnell das Gepäck und sind mit dem Shuttlebus zum Rental Car Center gefahren. Die Formalitäten waren rasch erledigt und wir konnten uns aus der Choice Line einen Intermediate/Midsize SUV aussuchen. Die Auswahl war allerdings nicht so toll. Ein Jeep hatte ein Soft Top, eine anderer SUV müffelte sehr nach Zigarette und der ganz neue Jeep hatte leider keinen Allradantrieb. Als wir dem Mitarbeiter von Alamo erklärten, dass wir unschlüssig seien und der eine Wagen sehr nach Zigarettenrauch rieche, machte er uns das Angebot, ohne Mehrkosten ein Fahrzeug der nächsthöheren Klasse auszusuchen. Er mache noch schnell einen Vermerk in unseren Unterlagen und wir haben uns dann für einen weißen Jeep Liberty mit Allradantrieb entschieden.

Dank dem Navi haben wir schnell das Hotel gefunden. Hier sind wir sofort hundemüde ins Bett gefallen. Schließlich waren wir dann auch schon mehr als 24 Stunden an diesem Tag auf den Beinen.

Nach einer kurzen Nacht sind wir um 6:00 Uhr wieder aufgestanden. Nach einer erfrischenden Dusche machen wir uns jetzt erst einmal auf den Weg in den nächstgelegenen Supermarkt. Anschließend fahren wir Richtung Salt Lake City.

Reisefertig!

So, nach langem Grübeln, Umräumen und Aussortieren sind nun endlich alle Sachen, die mit uns nach Amerika dürfen in unseren drei Koffern verstaut. War gar nicht so einfach… Wahrscheinlich haben wir wieder einmal zu viel eingepackt.

Wir starten morgen früh mit der Bahn nach Frankfurt. Von dort fliegen wir dann über Chicago nach Las Vegas. Wir melden uns morgen Abend wieder aus der Spielerstadt in Nevada.

Neues Kopfzeilen-Bild (Header Image)

Ephemeral Arch, Valley of Fire SP, NV

Letztes Jahr hatten wir für unser USA 2009 Reiseblog als Kopfzeilen-Bild (engl.: header image) ein Panorama des Monument Valley.

Für unser USA 2010 Reiseblog haben wir uns für ein neues Kopfzeilen-Bild entschieden:

Ephemeral Arch, Valley of Fire SP, NV

Der Ephemeral Arch (oder auch Natural Arch bzw. Natural Bridge) befand sich im Valley of Fire SP in Nevada, der ganz in der Nähe von Las Vegas liegt. Bedauerlicherweise ist der Ephemeral Arch Anfang dieses Jahres zusammengebrochen. Auf unserer USA-Reise 2009 hatten wir das Glück den Arch noch in seiner vollen Pracht gesehen und fotografiert zu haben.

Unsere geplante Reiseroute

In wenigen Tagen starten wir unsere zweite USA-Reise. Wir fahren wieder in den Südwesten der USA, werden aber dieses Mal einen Abstecher Richtung Norden zum Yellowstone NP machen.

https://www.katjen.de/wp-content/uploads/2010/09/route_usa-2010.kml

Wir starten unsere Reise in Las Vegas, wo wir aber keine Zeit vergeuden wollen, sondern uns gleich auf den Weg nach Norden machen werden.

Unser erstes Ziel ist der Yellowstone NP, wo wir insgesamt vier Tage verbringen möchten, um möglichst viel von diesem gigantischen Naturwunder zu sehen: Geysire, farbige und kochende Pools sowie jede Menge wilde Tiere. Man kann Bisons, Hirsche und mit etwas Glück auch Bären, Elche, Wölfe und Weißkopfseeadler in freier Natur beobachten.

Danach fahren wir durch den Grand Teton NP ins südliche Utah, wo wir der Gegend um Moab und vielleicht auch dem Arches NP nochmal einen Besuch abstatten. In der Nähe von Hanksville wollen wir versuchen, den Goblin Valley SP und den Little Wildhorse Caynon nachzuholen. Außerdem möchten wir uns den Leprechaun Canyon und das „House on Fire“ im Mule Canyon ansehen. Vielleicht schaffen wir es auch wieder zum Essen in der San Juan River Kitchen einzukehren.

Dann verlassen wir Utah um uns in Colorado den Mesa Verde NP anzusehen. In diesem Nationalpark befinden sich Ruinen von ehemaligen Indianersiedlungen, die unter Felsvorsprüngen gebaut wurden. Vom Mesa Verde NP reisen wir weiter nach Farmington in New Mexico. Hier möchten wir uns die Bisti Badlands Wilderness und vielleicht auch Ah-shi-sle-pah ansehen. Dort kann man karge Badlands und ganz viele Hoodoos bestaunen.

Von Farmington führt uns unsere Route auf bekannte Pfade zurück, nämlich nach Page in Arizona, wo wir erneut mehrere Tage verbringen werden. Ganz oben auf unserer Wunschliste steht hier der Besuch der „Wave„, sofern wir ein Permit bei der Lotterie gewinnen. Außerdem möchten wir zu „Edmaiers Secret“ wandern und je nach Straßenzustand die Sehenswürdigkeiten entlang der Cottenwood Canyon Road bewundern.

Anschließend fahren wir nochmal zum Zion NP, den wir 2009 bereits besucht hatten. Da die Wanderung zum Observation Point letztes Jahr viel Zeit in Anspruch nahm, möchten wir dieses Jahr einige weitere Highlights des Parks sehen.

Von dort führt uns unsere Route wieder nach Nevada. Bevor wir unseren Endpunkt Las Vegas erreichen, möchten wir nochmal zum Valley of Fire SP. Hier kann man die „Fire Wave“ ganz ohne Permit erkunden. In Las Vegas werden wir an unserem letzten Urlaubstag zum Shopping ins Outlet-Center gehen. Von Las Vegas fliegen wir über Dallas/Fort Worth nach Frankfurt zurück.

Herzlich Willkommen auf unserem Reiseblog!

Nachdem unser Reiseblog während unserer USA-Reise 2009 sehr viel Anklang gefunden hat, haben wir uns entschlossen, dieses Jahr wieder ein Blog zu schreiben. Wir werden das bestehende Blog unter dieser neuen Adresse weiterführen. Außerdem ist es für uns so eine Art Tagebuch, in dem wir unsere Erlebnisse immer wieder nachlesen können.

Starten und Enden wird unsere USA-Rundreise in Las Vegas. Dieses Mal fliegen wir mit American Airlines, jedoch nicht ab Stuttgart, sondern ab Frankfurt/Main. Los geht es am 22.09.2010. Wir werden dann 25 Tage mit dem Auto durch den Westen der USA cruisen. 😀

Mitverfolgen könnt Ihr unsere Abenteuer wahlweise direkt hier im Blog, per Feedreader oder per E-Mail.

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen und freuen uns auf Eure Kommentare hier im Blog oder per E-Mail!

Katja & Jens

Kein Losglück!

Leider hatten wir am ersten Juli kein Losglück für die Coyote Buttes North! Das bedeutet, daß wir uns vor Ort in der Paria Contact Station erneut um Permits für The Wave bemühen müssen.

Nachdem die erste Enttäuschung etwas nachgelassen hat, überlegen wir nun, ob wir den Coyote Buttes South einen Besuch abstatten. Weil wir aber keine Lust haben, uns im Tiefsand einzugraben, werden wir vielleicht bei der Paria Outpost eine geführte Tour zu buchen.

Es gibt in der Ecke um Page zum Glück noch genug andere Sachen zu besuchen, so daß wir die Tage dort auch ohne die „Welle“ ausfüllen können.

Reiseplanung USA 2010

Wir sind schon seit einigen Wochen mitten in den Planungen für unseren Urlaub 2010. Dieser wird uns wieder in die USA führen, in bekannte und unbekannte Gegenden. In weniger als drei Monaten geht es los!

Die Flüge, dieses Mal mit American Airlines ab Frankfurt nach Las Vegas, haben wir vor einigen Wochen als Schnäppchen im Internet gefunden. Auch der Mietwagen und die Hotels im Yellowstone National Park sind bereits gebucht.

Jetzt geht es um die Detailplanung der Tour. Sicher ist, daß wir von Las Vegas zum ältesten Nationalpark der USA, dem Yellowstone National Park fahren. Danach wollten wir wieder nach Süden, über Moab, Hanksville und Escalante nach Page. In dieser Gegend von Utah waren wir letztes Jahr schon, hatten aber für die unzähligen schönen Arches, Hoodoos, rote, gelbe, braune Steine … nicht genügend Zeit. Allerdings kann man viele dieser Highlights nur über Dirt Roads erreichen, wobei wir jedoch kaum Offroad-Erfahrung haben. Außerdem ist das Befahren dieser und das Wandern (z.B. in Washes) nach oder bei drohendem Regen nicht möglich oder gar gefährlich.

Jetzt haben Freunde uns auf den Gedanken gebracht, von Moab Richtung Colorado und New Mexico, zum Beispiel zu den Bisti Badlands zu fahren. Auch dort gibt es Dirt Roads, und leider auch mal schlechtes Wetter, allerdings sind dort die Straßen nicht so schlimm und die Strecke ist nicht so weit, die man auf ihnen zurücklegen muss.

So, jetzt stehen wir vor dem Problem, zwei tolle Reiserouten zu haben. Wahrscheinlich werden wir uns beide Optionen offen halten und unterwegs entscheiden, wo wir hinfahren. Natürlich auch abhängig vom Wetter. Deshalb werden wir keine weiteren Hotels vorbuchen, so bleiben wir flexibel.

Heute Abend erfahren wir noch, ob wir ein Permit für die Coyote Buttes North, also für „The Wave“ bei der Online-Lotterie gewonnen haben. Wenn nicht, müssen wir es vor Ort in Page erneut versuchen.

Es gibt noch einiges zu tun, egal für welche Route wir uns entscheiden. Die Wochen bis zum Abflug werden sicher wie im Flug vergehen.

Reisenachbereitung

Wir denken immer wieder gerne an die vielen schönen Erlebnisse während unserer phantastischen USA-Reise in 2009 zurück. Besonders wenn wir mal wieder durch unsere Fotos oder dieses Blog stöbern.

Bevor wir uns nun hier an die nächste Reiseplanung machen, müssen wir aber erst einmal die vergangene Reise aufarbeiten.

Insgesamt haben wir eine Strecke von 3306 Meilen (5320 Kilometer) in 27 Tagen zurückgelegt. Das klingt zunächst nach ziemlich viel, war aber mit Ausnahme der Großstädte sehr angenehm zu fahren. Mit dem Tempomat im Roadrunner wurde auch der Gasfuß nicht lahm. Das Auto hat insgesamt 110 Gallonen (416 Liter) an Benzin geschluckt, was einem Durchschnittsverbrauch von 8,38  l/100 km entspricht.

Wir haben 3891 Fotos (ca. 17,5 GB) geschossen. Es hat einige Zeit gedauert, sie alle zu sortieren und die Belichtungsreihen sowie Panoramen zusammenzufügen. Vor allem mussten die Fotos beschriftet und mit Geotags versehen werden, damit wir auch noch in 20 Jahren wissen, was sie zeigen und wo sie entstanden sind.

Während der Reise wurden wir bei Safeway und City Market in Moab „Happy Customer“, wo wir jeweils eine Kundenkarte erhalten haben. Das Anmeldeformular mit der deutschen Adresse ist bestimmt gleich im Papierkorb gelandet. Mit den Karten konnten wir beim Einkaufen trotzdem einige Dollar sparen.

Die von uns am häufigsten besuchte Kette war – viele können es sich sicherlich schon denken – Starbucks. Dicht gefolgt von Subway, Denny’s und Chipotle. Bei Starbucks und Chipotle wären wir sicher gerne öfter gewesen, aber es gibt leider nicht in jedem Ort eine Filiale. Das beste Essen hatten wir bei Wildcat Willies in Springdale; die Steaks dort waren einfach herrlich.

Tag 26: Anthem – Phoenix

Den Tagesbericht vom 9.10. samt der fehlenden Fotos der vorangegangenen Reisetage reichen wir hiermit endlich nach. Die letzten Tage unserer USA-Reise waren wir etwas schreibfaul und haben stattdessen die letzten Stunden in den USA genossen.

Heute, an unserem letzten Urlaubstag, stand Shopping in den Outlets auf dem Programm. Da das Hotel direkt gegenüberlag, konnten wir etwas länger schlafen. Nach einem kleinen Frühstück im Hotel ging es los.

Zunächst zum Walmart, um noch einige kleine Mitbringsel zu besorgen. Dann sind wir in die Outlets at Anthem. Wir wurden beide nochmal fündig, nur mit den Schuhen hat es nicht geklappt. So ging es fünf Stunden später zufrieden weiter nach Phoenix. Das Motel dort hatten wir schon vor der Reise gebucht.

Im Motel angekommen stellten wir uns der größten Herausforderung für heute: alle Sachen, die wir gekauft hatten und die wir im Laufe der Zeit im Auto auf dem Rücksitz angesammelt hatten mußten in unsere Taschen gepackt werden. Gar nicht so einfach, aber nach zwei Stunden war es geschafft. Morgen früh am Flughafen wird es nochmal spannend, ob wir das Gewicht gleichmäßig verteilt haben.

Nach dem Packen waren wir hungrig, wollten aber nicht mehr weit fahren. Deshalb sind wir bei IHOP gelandet, das ums Eck vom Hotel lag. Danach ging es gleich ins Bett.

Morgen müssen wir sehr früh raus, schon um 3:30 Uhr, da unser Flieger bereits um 7:15 Uhr startet und wir vorher noch den Roadrunner abgeben müssen.