Tag 9: Old Faithful – Jackson

Für den heutigen Tag hatten wir keine großen Pläne. Wir entschieden uns daher ausnahmsweise etwas länger zu schlafen, noch einmal gemütlich Frühstücken zu gehen und noch ein letztes Mal den Old Faithful Geysir zu bewundern.

Wir informierten uns als Allererstes im Visitor Center über die nächste Ausbruchszeit des Old Faithful Geysir. Da es noch 50 Minuten hin waren, wollten wir zwischenzeitlich schnell frühstücken gehen.
Im Diner war es brechend voll und man informierte uns, dass wir mit 25 Minuten Wartezeit auf das Essen rechnen müssten. Wir entschieden uns trotzdem zu bleiben, da das Essen gestern so lecker war. Da der Old Faithful Geysir etwa alle 90 Minuten ausbricht, wollten wir einfach zur nächsten „Vorstellung“ hingehen.
Nach dem Frühstück haben wir uns die Wartezeit im Visitor Center vertrieben und haben uns die Ausstellung angeschaut, die sehr interessant ist. Kurz vor der vorhergesagten Ausbruchszeit sind wir nach draußen zu den anderen wartenden Menschen und haben uns einen schönen Platz gesucht. Kurz darauf ging das Spektakel auch schon los.

Anschließend haben wir uns auf den Weg durch den Grand Teton National Park nach Jackson gemacht. Auf dem Weg aus dem Yellowstone NP haben wir noch schnell beim West Thumb Geysir Basin halt gemacht und unter anderem den bekannten Fishing Cone besichtigt. Im Grand Teton NP hatten wir leider keine Zeit, die Wanderung am Jenny Lake zu den Hidden Falls zu machen. Wir hatten aber genügend Gelegenheit im Vorbeifahren die Teton Range zu bewundern.
Kurz vor dem Verlassen des Grand Teton NP viel uns eine Ansammlung an Fotografen an einem Flussufer auf. Wir entschieden uns spontan zu halten und nachzusehen, was es dort zu sehen gab. Im Gras auf dem anderen Flussufer lag eine Elch-Familie. Mutter und Kind lagen dicht beieinander geduckt im Gras. Einige Meter weiter lag der Elch-Bulle mit einem prächtigen Geweih. Wir hatten schon nicht mehr damit gerechnet, überhaupt einen Elch oder Bär auf unserer Reise durch den Yellowstone NP und Grand Teton NP zu sehen zu bekommen.

Im Motel angekommen, entschieden wir uns spontan dazu, Wäsche zu waschen. Danach mussten wir dringend unsere Vorräte an Wasser, Bagels, Obst und Starbucks-Kaffee wieder auffüllen. Zum Abendessen gab es heute nur ein Sandwich bei Subway.

Morgen wollen wir nochmals versuchen Tiere im unteren Teil des Grand Teton NP zu sehen. Danach werden wir uns auf den Weg Richtung Salt Lake City machen.

Tag 8: Old Faithful (Tag 2)

Auch heute Morgen sind wir wieder zeitig aufgestanden. In der Hoffnung, Tiere zu beobachten, sind wir Richtung Madison Junction gefahren. In der Kälte dampften die heißen Quellen stark, so dass es wie Nebel wirkte. Leider hielten sich in den warmen Dämpfen keine Tiere auf.

Deshalb beschlossen wir, zunächst den Firehole Lake Drive zu fahren und dann noch einen Stopp beim Midway Geyser Basin einzulegen. Hier befindet sich die Grand Prismatic Spring, die wir am Vortag schon von oben bewundert hatten. Von der Quelle selbst konnte man aufgrund des Wasserdampfes wenig sehen, aber die farbigen Abläufe im Morgenlicht bewundern.

Da wir nun sehr hungrig waren, entschieden wir uns Frühstücken zu gehen. In einem der General Stores gibt es ein Diner, in dem wir uns ein warmes Frühstück gönnten. Die Eier mit Bacon und Pancakes waren eine willkommene Abwechslung zu den Bagels.

Im Anschluss machten wir uns auf den Weg zum DeLacy Creek Trailhead. An diesem Bach entlang wanderten wir fünf Kilometer zum Shoshone Lake. Der Weg führt abwechslungsreich durch den Wald und immer wieder durch große Wiesen. Außer einigen Vögeln konnten wir keine Tiere erspähen. Nach einer kurzen Rast am See, welcher sehr ruhig liegt, ging es den gleichen Weg wieder zurück.

Da es noch recht früh war, sind wir nochmal zum Biscuit Basin gefahren und den kurzen, aber sehr schönen Weg zu den Mystic Falls gewandert.

Nun mussten wir uns etwas beeilen, da wir für 18:30 Uhr einen Tisch im Dining Room des Old Faithful Inn reserviert hatten. Also schnell in der Old Faithful Snow Lodge unsere Cabin bezogen, geduscht und auf zum Abendessen. Jens hat sich wieder das Dinner Buffet gegönnt, Katja hat Bison Ravioli gegessen, die auch sehr lecker waren.

Da es in der Old Faithful Snow Lodge überraschenderweise Internet hatte, konnten wir noch schnell E-Mails abrufen und einige Tagesberichte im Blog aufholen. Morgen werden vielleicht mal etwas länger schlafen, und uns dann auf den Weg Richtung Jackson machen.

Tag 7: Old Faithful (Tag 1)

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der Geysire und der größten thermalen Quelle der USA.

Wir sind sehr zeitig aufgestanden, haben uns schnell etwas Warmes angezogen und sind Richtung Old Faithful Geysir gestartet. Die Wartezeit bis zum Ausbruch haben wir genutzt, um noch einmal die umliegenden heißen Quellen bei Sonnenaufgang im Dunst zu genießen.
Es lag stellenweise Reif auf den Stegen und wir waren sehr froh über unsere warme Kleidung (inkl. Schal, Mütze und Handschuhe). Beim Anblick einiger Amerikaner in T-Shirt und kurzen Hosen wurde uns ganz kalt.
Wir schafften es noch gerade rechtzeitig zurück zum Ausbruch des Old Faithful Geysir. Diesmal war es aufgrund der Kälte noch wesentlich spektakulärer, da neben dem heißen Wasser auch die große Menge Wasserdampf sichtbar wurde.

Anschließend sind wir zum Biscuit Basin gefahren und haben die heißen Quellen bewundert. Zwei Bison hatten es sich mitten zwischen den Quellen gemütlich gemacht und beäugten die Besucher.

Nachdem es mittlerweile draußen angenehm warm geworden war, haben wir uns im Hotel schnell etwas Dünneres angezogen. Als Nächstes haben uns auf den Weg zum Riverside Geysir gemacht. Dieser sollte zwischen 12:30 und 13:30 Uhr ausbrechen. Auf dem Weg dorthin sind wir noch einmal am Morning Glory Pool vorbei gekommen. Beim Geysir warteten schon einige Besucher mit ihren Kameras. Doch heute ließ der Riverside Geysir auf sich warten. Um 13:45 Uhr glaubten wir schon, er sei bereits „Closed for Season“ oder „Out of Order“, aber wir hatten Glück und er hatte sich lediglich verspätet. Kurz nachdem sind ein neben dem Geysir liegendes Bison erhoben und an ihm vorbeigetrabt war, brach der Riverside Geysir endlich aus. Das Warten hatte sich wirklich gelohnt. Die Eruption hielt, wir im Visitor Center versprochen, für ca. 15 bis 20 Minuten an.
Zufällig bemerkten wir, dass der in der Nähe liegende Grotto Geysir ebenfalls aktiv war. Was für ein Zufall, da der Grotto Geysir recht unregelmäßig ausbricht.

Nach einem kurzen Picknick haben wir uns auf den Weg zur Grand Prismatic Spring gemacht, der größten Thermalquelle der USA. Der Ranger im Old Faithful Visitor Center hatte uns empfohlen, den Fairy Falls Trail bis in die Nähe der Quelle zu gehen und dort einen der Hügel hinaufzusteigen. Von dort oben hätte man einen weitaus besseren Blick auf die Grand Prismatic Spring, als vom Steg des eigentlichen Besichtigungspunkts.
Leichter gesagt als getan. Der Weg den Hügel hinauf war steil und unbefestigt. Doch unsere Anstrengungen wurden belohnt. Was für ein gigantischer Ausblick auf die Grand Prismatic Spring!
Der Abstieg war nochmals schwieriger, da man umsomehr aufpassen musste, nicht ins Rutschen zu kommen.

Zurück im Hotel wollten wir noch schnell einen Tisch im Restaurant für das Abendessen reservieren, doch wir hätten nur noch einen Tisch um 21:00 Uhr bekommen. Also entschieden wir uns in das Restaurant des gegenüberliegenden Hotels zu gehen, doch dort hätten wir mindestens eine Stunde Wartezeit in Kauf nehmen müssen. Enttäuscht versuchten wir es im dazugehörigen Grill (ein Fast Food Restaurant), doch das hatte gerade geschlossen. Man verwies uns auf die Hotel-Restaurants sowie das Deli in unserem Hotel. Doch dort gab es nur fertig abgepackte kalte Sandwiches und gar keine warme Küche. Glücklicherweise konnte man dann aber im Baer Pit (an der Bar) zwischen drei kleinen Speisen wählen. Wir entschieden uns für den Hamburger mit French Fries, der sehr lecker war.

Tag 6: Lake – Old Faithful

Heute Morgen sind wir wieder einmal eine halbe Stunde vor dem Weckerklingeln aufgewacht. Wir haben die Gelegenheit genutzt und uns beeilt abreisefertig zu werden. Katja hat Blueberry Bagels mit Cream Cheese fürs Frühstück unterwegs vorbereitet.

Zunächst sind wir noch einmal Richtung Fishing Bridge gefahren, da wir dort gestern Abend einige saftige Wiesen und viele Wasserstellen ausgemacht hatten. Leider haben wir dort keine Tiere (mehr) angetroffen. Enttäuscht sind wir umgekehrt und haben uns noch einmal ins Hayden Valley begeben.

Gleich zu Beginn des Hayden Valley hat Katja einen Kojoten erspäht, dessen Jagd wir eine Weile vom Auto aus verfolgten. In der Nähe lag ein einsamer Büffel im Gras. Der Kojote beobachtete immer wieder, wie sich der Bison verhält.
Einige Viewpoints weiter haben wir eine Pause zum Frühstücken eingelegt. Wir genossen den Ausblick auf eine kleine Herde Bison, die es sich in der Nähe einer thermalen Quelle gemütlich gemacht hatte. Nach der Stärkung machten wir uns auf den Weg nach Old Faithful.

Auf dem Rückweg aus dem Hayden Valley haben wir noch einen kurzen Stop beim Mud Volcano gemacht. Ein kleiner Rundweg auf einem Holz-Steg führt einen zwischen den verschiedenen Pots, Steamers und Geysers entlang.

Kurz vor Old Faithful haben wir uns noch schnell die Keppler Falls angeschaut. Eine Aussichtsplattform ermöglicht einen herrlichen Blick auf den Wasserfall.

In Old Faithful haben wir uns zunächst im Visitor Center über die voraussichtlichen Ausbruchszeiten der einzelnen Geysire informiert. Da der Old Faithful Geysir als Nächstes auf dem Plan stand, haben wir uns spontan entscheiden, uns gleich dorthin zu begeben. Wenige Minuten Später konnten wir dieses wundervolle Naturschauspiel bewundern.

Anschließend haben wir uns im Auto gestärkt, die neuen Wanderschuhe angezogen und haben uns auf den Weg zum Morning Glory Pool gemacht. Auf dem Weg liegen unzählige Geysire und Pools. Gleich zu Beginn lagen einige Bison neben dem Weg. Drei Ranger waren bemüht, die Besucher anzuhalten weiterzugehen und sich nicht in einer Traube neben den Tieren zu versammeln. Kurz, nachdem wir an den riesigen Tieren vorbeigegangen waren, erhoben sich einige der Tiere und zogen über den Weg vondannen. Die Ranger baten die Besucher nun weiterzugehen, um den Bisons genug Raum zu lassen.
Der Morning Glory Pool leuchtete dank Polfilter in den Farben grün, gelb und orange. Der ursprünglich bläuliche Schlund hat sich über die Jahre leider grau verfärbt, da Besucher immer wieder Gegenstände in den Pool schmeißen. Die Ranger entfernen mittlerweile jedes Jahr Geröll, Münzen und andere Sachen aus dem Schlund.

Heute Abend waren wir im Restaurant des Old Faithful Inn essen. Wir haben uns beide für das Buffet entscheiden, das sehr lecker war.
Nach dem Essen haben wir uns spontan entschlossen, noch einen Tag länger im Yellowstone NP zu bleiben und noch einen Tag in der Old Faithful Snow Lodge zu verbringen.
Zum Abschluss des Tages haben wir es uns noch ein wenig auf einer der Couches auf dem inneren Balkon des Old Faithful Inn gemütlich gemacht. Während Katja etwas in ihrem Buch gelesen hat, habe ich den heutigen Bericht verfasst.

Tag 5: Mammoth Hot Springs – Lake

Auch heute hatten wir wieder viel vor. Also schnell alle Sachen ins Auto geladen und losgefahren. Vorher haben wir noch einige Fotos von einem vor dem Hotel grasenden Bison und Hirsch gemacht. Die ließen sich von den Besuchern gar nicht stören. Nach einem kurzen Stopp bei den im Morgenlicht glänzenden Mammoth Hot Springs ging es Richtung Lamar Valley. Dieses Tal ist bekannt dafür, dass man dort gut Tiere beobachten kann.

Im Lamar Valley angekommen fragten wir uns, wo die Tiere alle sind. Bis auf vereinzelte Bisons hatten wir noch nichts gesehen. Dabei sieht man in den Medien immer große Herden. Nach einiger Zeit und einem verspäteten Frühstück beim Auto hatten wir das Glück einen Coyoten zu sehen. Der sprang in einiger Entfernung durchs Gras, anscheinend auf der Jagd. Wir überlegten schon umzudrehen, als wir doch noch eine Büffelherde fanden.

Danach machten wir uns auf den Weg zum Grand Canyon of the Yellowstone. Bevor wir dort ankamen, legten wir einige Stopps ein, unter anderem bei den Tower Falls und den Calcite Springs. Am Grand Canyon of the Yellowstone fuhren wir den South Rim Drive. Über diesen erreicht man mehrere Aussichtspunkte auf die Lower Falls des Yellowstone River. Wir beschlossen, den Trail zum Lower Fall zu gehen. Nachdem man ca. 600 Fuß hinuntergewandert ist, steht man direkt am oberen Ende des Wasserfalls. Durch die Gischt bildete sich im Canyon ein Regenbogen. Der Weg hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wieder oben angekommen hielten wir noch an einigen weiteren Viewpoints und statteten auch den Upper Falls einen Besuch ab.

Auf der Weiterfahrt kamen wir durch das Hayden Valley. Auch hier konnten wir Bisons beobachten, einige davon sorgten kurze Zeit für Stau, weil sie die Straße überquerten. Recht schnell kamen wir beim Lake Yellowstone an, wo wir für heute Nacht eine Cabin gebucht hatten. Aufgrund eines Tipps von der Dame an der Rezeption sind wir noch mal kurz am See entlang gefahren, da es dort Handyempfang habe und sie dort einen Grizzly gesehen hatte. Leider war der Bär schon wieder weg. Aber wir haben ja noch zwei Tage, um mit etwas Glück noch einen Bären zu sehen.

Morgen geht es vielleicht nochmal ins Hadyen Valley, bevor wir Richtung Old Faithful fahren. Dort gibt es viele Geysire und farbige Pools zu sehen.

Tag 4: West Yellowstone – Mammoth Hot Springs

Heute Morgen war es draußen sehr kalt und der Himmel strahlend blau. Also warm angezogen und schnell im Zimmer gefrühstückt (Bagels und Starbucks Cafe). Danach waren wir unsere Vorräte für die nächsten Tage einkaufen, das Auto volltanken und auf ging es zum Westeingang des Yellowstone NP.

Hier führt die Straße zunächst entlang des Madison River durch Wiesen und Wald. Kurz nach der Madison Junction erreichten wir die unsere erste geothermale Quelle, die Terrace Spring. Es lag gleich der Duft von Schwefel in der Luft. Weiter ging die Fahrt zu den Artist Paintpots. Auch hier haben wir einen ausgiebigen Stop eingelegt.

Nur wenige Meilen weiter erreichten wir das Norris Geyser Basin, was sich in zwei Bereiche unterteilt, dem Back Basin und Porcelain Basin. Dort gibt es viele heiße Quellen und Geysire. Wir wanderten den ca. zwei Meilen langen Boardwalk Loop durch das Back Basin. Hier befindet sich unter anderem der Emerald Spring und der Steamboat Geysir, der 2005 das letzte Mal richtig ausgebrochen ist. Heute hat er nur ein bisschen gespuckt.

Mittlerweile war es sehr warm geworden und man konnte im T-Shirt wandern. Nach einer kurzen Pause am Auto durchstreiften wir noch das Porcelain Basin. Hier gab es wieder einige farbige Pools zu bewundern. Die Farben kommen durch verschiedene Bakterien, die in dem heißen Wasser leben. Je nach Temperatur haben die Bakterien andere Farben, zum Beispiel ein leuchtendes Rot. Hier konnten wir zwei Ausbrüche des „Constant Gesyer“ bewundern.

Danach fuhren wir weiter Richtung Mammoth Hot Springs. Am Sheepeater Cliff machten wir noch ein kleines Picknick, ständig beäugt von einem großen schwarzen Vogel, mit dem wir aber nicht teilen wollten.

In Mammoth Hot Springs angekommen fuhren wir zuerst den Upper Terrace Drive. Leider sind viele heiße Quellen vor einigen Jahren versiegt, so dass die Steine an vielen Stellen nur noch grau und nicht mehr leuchtend weiß oder bunt sind. Auch die Orange Spring Mound besuchten wir noch.

Von all den Eindrücken des Tages ziemlich erschlagen, suchten wir dann unser Hotel auf. Nach einer kurzen Erfrischung im Zimmer sind wir im Restaurant des Hotels lecker essen gegangen. Heute war das Bison Steak von Jens auch um Welten besser. Da wir morgen früh einen Besuch im Lamar Valley geplant haben, um dort hoffentlich Tiere beobachten zu können, sind wir zeitig ins Bett.