Rückreise

Dienstag, 06.11.2012

Der Wecker klingelt mitten in der Nacht, da unser Flieger bereits um 7:10 Uhr startet. Nach einer schnellen Dusche verstauen wir die letzten Sachen in unseren Taschen und verlassen das Desert Rose Resort.

Auf dem Weg zum Flughafen stoppen wir kurz am berühmten „Welcome to Fabulous Las Vegas Sign„. Tagsüber stehen die Leute hier immer Schlange, jetzt haben wir das Schild für uns. Dann fahren wir zum Rental Car Center, wo sich die Rückgabe unseres Mietwagens wie immer unkompliziert gestaltet. Mit dem Shuttlebus gelangen wir zum Flughafengebäude. Am Check-In Schalter zeigt sich, dass wir das Gewicht unserer Taschen gleichmäßig innerhalb des Limits verteilt haben.

Nach der Sicherheitskontrolle holen wir uns bei Starbucks noch einen Caffè Latte und süße Stückchen zum Frühstück. Die Wartezeit auf das Boarding vertreiben wir uns mit Surfen im Internet, welches hier am Flughafen kostenlos ist.

Auf dem Flug nach Atlanta können wir von oben nochmal ein paar Blicke auf den Lake Mead und den Grand Canyon werfen. Einen Großteil des Fluges verschlafen wir aber, da wir aufgrund des frühen Aufstehens doch müde sind.

In Atlanta stärken wir uns bei Panda Express mit leckerem asiatischem Essen. Danach bummeln wir ins neue Terminal, wo es einen letzten Starbucks Kaffee und für Katja einen City Mug von Atlanta gibt.

Der Flug nach Stuttgart ist angenehm, wir haben eine Zweierreihe. Nur die Katze des Paares hinter uns maunzt die ganze Zeit, trotz Medikamenten, so dass wir wenig zum Schlafen kommen. Der Herr fragt irgendwann tatsächlich die Stewardess, ob er das arme Kätzchen auf der Toilette mal kurz aus der Transportkiste lassen könnte. Die Stewardess hat das natürlich nicht erlaubt.

Irgendwann ist dann auch dieser Flug vorbei und wir landen am Vormittag in Stuttgart. Hier sind alle Koffer schnell da und wir hüpfen in die nächste S-Bahn, die uns in 10 Minuten nach Hause bringt.

Tag 22: Las Vegas

Montag, 05.11.2012

Nach einem reichhaltigen Frühstück im Hotel machen wir uns erneut auf den Weg zu den Las Vegas North Premium Outlets. Schließlich müssen unsere Koffer gefüllt werden.

Wir gehen in viele Geschäfte und werden beide fündig. Vor allem natürlich bei Levi’s, GAP, Tommy Hilfiger und Converse. Auch ein paar Mitbringsel können wir noch besorgen. Zwischendurch stärken wir uns bei einem Asia-Schnellimbiss. Zufrieden und mit einigen Tüten beladen fahren wir am frühen Nachmittag zurück zum Desert Rose Resort.

Im Zimmer machen wir uns dann an die komplizierte Aufgabe, alle Sachen sicher in den Reisetaschen zu verstauen und dabei das Gewicht möglichst gleichmäßig zu verteilen. Auch die Handgepäckstücke räumen wir einmal aus, um sie zu entstauben und dann wieder neu packen. Nach einigem Hin und Her haben wir es geschafft und alles ist sicher verpackt.

Wir fahren zum Abendessen noch ein letztes Mal zu Chipotle. Hier können wir sogar unseren Burrito im freien genießen. Die Show von Jan Rouven findet im Riviera statt, am nördlichen Ende des Strips. Eigentlich wollen wir gerne vorher noch einen Kaffee trinken, aber im Casino des Riviera gefällt es uns nicht. Leider finden wir in Laufweite des Hotels auch keinen Starbucks. Dafür aber viele zwielichtige Gestalten.

Wir haben Karten der besseren Kategorie gekauft und sitzen deshalb weit vorne in der vierten Reihe. Die Show gefällt uns sehr gut. Bei einigen Tricks, zum Beispiel mit großen Schwertern, stockt uns der Atem. Nach der Show düsen wir zurück zum Hotel. Morgen müssen wir mitten in der Nacht aus den Federn, um rechtzeitig am Flughafen zu sein.

Gefahren: 26,2 Meilen

Tag 21: Las Vegas

Sonntag, 04.11.2012

Heute Morgen lassen wir es ruhig angehen. Wir frühstücken in der leider etwas überfüllten Lobby des Hotels. Danach machen wir uns zu Fuß auf zum Strip, um uns etwas umzuschauen und uns nach Karten für eine der zahlreichen Shows in Vegas zu erkundigen.

Beim Excalibur erreichen wir den Strip und laufen diesen gemütlich nach Norden bis zum Paris. Bei Tix4Tonight reihen wir uns in die Schlange ein und überlegen, welche Show wir schauen wollen. Leider findet an diesem Abend keine Cirque du Soleil Show statt. Deshalb entscheiden wir uns für „Le Rêve – The Dream“. Für den folgenden Abend, den letzten unserer Reise, kaufen wir auch gleich Tickets für die Show „Illusions“ des deutschen Magiers Jan Rouven.

Zufrieden bummeln wir auf der anderen Straßenseite zurück zum Hotel, vorbei am Bellagio und dem neuen City Center. Wir beschließen noch ein bisschen zu shoppen und statten hierfür den Las Vegas North Premium Outlets einen Besuch ab. Wir haben uns aber etwas mit der Zeit verschätzt und nach wenigen Shops machen wir uns wieder auf den Rückweg. Müssen wir morgen nochmal wiederkommen.

Im Hotel machen wir uns kurz frisch und fahren anschließend zum Wynn, wo später am Abend die Show stattfindet. Dann bummeln wir gemütlich Richtung Cosmopolitan. Wir erleben den Vulkanausbruch am Mirage; für die Piratenshow vor dem Treasure Island sind wir leider etwas zu spät.

Im Cosmopolitan gehen wir zum Wicked Spoon Buffet und werden nicht enttäuscht. Das Essen schmeckt sehr lecker und ist abwechslungsreich. Auch die Darbietung der Speisen finden wir sehr gelungen. Pappsatt laufen wir zurück zum Wynn.

Dort gehen wir direkt zum Showtheater von „Le Rêve – The Dream„. Wir haben super Sitzplätze, direkt an einem der Zugänge für die Artisten, mit freiem Blick auf den großen Pool. Die Show findet in bzw. über diesem Pool statt. Bei einigen Kunststücken müssen wir die Luft anhalten. Uns gefällt die Show sehr gut!

Nach der Show fahren wir über den hell erleuchteten Strip und filmen dabei noch ein wenig mit dem Handy. Im Hotel fallen wir glücklich aber geschafft ins Bett.

Gefahren: 19,3 Meilen

Tag 20: Page – Las Vegas

Samstag, 03.11.2012

Da die letzten beiden Tage sehr lang und anstrengend waren, wollen wir heute eigentlich etwas länger schlafen. Unsere innere Uhr weckt uns aber trotzdem schon um 8:00 Uhr. Gut erholt halten wir erstmal Ausschau nach Heißluftballons. Zur Zeit findet in Page nämlich die Balloon Fiesta statt. Da noch keine zu sehen sind, gehen wir gemütlich frühstücken.

Nachdem wir gefrühstückt haben, können wir draußen beobachten, wie immer mehr Heißluftballone aufsteigen. Einige starten sogar vom Parkplatz unseres Hotels und vom gegenüberliegenden Walmart. Wir beobachten und fotografieren die Ballone eine Zeitlang.

Irgendwie können wir uns von Page nicht trennen. Deshalb besorgen wir uns bei Starbucks einen Grande Caffè Latte und setzten uns damit an einen View Point oberhalb des Lake Powell in der Glen Canyon NRA. Wir genießen den Blick über den See mit den roten Steinen dahinter und lassen die vergangenen Urlaubswochen Revue passieren. Auch über unsere Hochzeit machen wir uns erste Gedanken.

Die Zeit drängt und wir machen uns auf nach Las Vegas. In Kanab macht sich ein Hüngerchen bemerkbar, weshalb wir uns bei Subway ein Sandwich gönnen. Wir fahren durch den Zion NP, jedoch ohne Fotostopp. Die Checkerboard Mesa liegt im Gegenlicht und wir haben auch keine Lust mehr. Am Tunnel müssen wir, wegen eines vor uns fahrenden Wohnmobils, kurz warten. Dafür haben wir im Tunnel auch keinen Gegenverkehr.

Die Fahrt über Springdale und La Verkin bis St. George zieht sich endlos. In St. George statten wir Starbucks einen Besuch ab, um zwei Utah City Mugs zu kaufen. Leider bleiben unsere Versuche erfolglos, noch Arizona Tassen zu bekommen.

Über die I15 geht es dann nach Las Vegas, dem letzten Ort auf dieser Reise. Dank unserem Navi fahren wir auf seltsamen Wegen zum Chipotle, der unserem Hotel am nächsten liegt. Die Burritos sind wieder sehr lecker.

Nach dem Abendessen checken wir ins Desert Rose Resort ein. Wie vor zwei Jahren ist unser Zimmer eigentlich eine kleine Wohnung mit Küchenzeile, Wohn- und Schlafzimmer. Da wir das Auto gleich komplett ausräumen, sieht es im Wohnzimmer etwas chaotisch aus. Nach ein bisschen Fernsehen und Surfen fallen wir geschafft ins bequeme Bett.

Gefahren: 294,6 Meilen

Tag 1: Las Vegas – Williams

Montag, 15.10.2012

Dank Jetlag haben wir diese Nacht leider nicht so viel geschlafen. Gegen halb sechs geben wir es auf und gehen erst mal duschen.

Da sich bei uns beiden so langsam Hunger bemerkbar macht, gehen wir um die Ecke zu Denny’s zum Frühstücken. Wir bestellen beide einen „Grand Slam“, mit Eiern, Speck, Hash Browns und Pancakes. Es ist wie immer mächtig lecker!

Gut gestärkt sortieren wir im Hotel unsere Taschen um, beladen das Auto und fahren zu Walmart in Henderson. Immer wieder erstaunlich, was man in einem Walmart Supercenter alles bekommt! Wir decken uns mit allem nötigen ein: Wasser, Canada Dry, Starbucks Kaffee, Bagels und vielem mehr.

Katja bei Chipotle

Katja bei Chipotle

Nur ein kleines Stück weiter ist ein Chipotle. Diese Fastfood-Kette hatten wir vor schon zwei Jahren lieben gelernt und so werden wir natürlich wieder schwach! Aufgrund des mächtigen Frühstücks teilten wir uns einen der superleckeren Chicken Burritos. Leider befinden sich auf unserer diesjährigen Strecke nur in Las Vegas Chipotles, so dass wir jetzt wieder drei Wochen auf den nächsten Burrito warten müssen.

Via Boulder fahren wir zum Hoover Dam, wo wir auf recht große Menschenmassen treffen. Wir quälen uns im Schritttempo über die Staumauer. Auf der anderen Seite halten wir an zwei View Points für ein paar Fotos und fahren dann im Schneckentempo wieder zurück. Die neue Bypass-Brücke ist ein echt gewaltiges Bauwerk! An einem kleinen Turnoff, von dem wir prima den Damm und die Brücke überblicken können machen wir einige Panorama-Aufnahmen.

Wir nehmen die Bypass-Brücke und schon sind wir in Arizona. Der Highway 93 führt uns ziemlich gerade nach Kingman und ist super zu fahren. Tempomat rein, Countrymusik an und gemütlich gen Süden fahren. Das ist USA-Feeling!

Es ist schon Nachmittag, als wir Kingman erreichen. Daher halten wir uns hier nicht auf, sondern biegen direkt auf die alte Route 66 ab. Diese verläuft hier anfangs sogar vierspurig in einem Bogen nach Seligman. Unterwegs halten wir am Milepost 66, um einen Geocache zu loggen und ein Foto zu schießen, sowie am bekannten Hackberry General Store. Parallel zur Route 66 verläuft immer wieder die Santa Fe Railroad, auf der wir einige beeindruckend lange Züge bestaunen können.

In Seligman kehren wir zum Abendessen in Westside Lilo’s Cafe ein, auf das wir durch die ZDF-Dokumentation „Einmal Wilder Westen und zurück“ aufmerksam geworden waren. Die Burger dort sind ganz lecker. Danach machen wir noch ein paar Fotos und brausen über die I40 nach Williams. Hier finden wir schnell ein Zimmer im Motel 6. Das Motel stellt sich leider als etwas hellhörig heraus. Ein oder zweimal können wir die Züge der Santa Fe Railroad hupen hören und man hat fast das Gefühl, als führen sie durchs Zimmer. Trotzdem schlafen wir müde und geschafft vom Tag schnell ein.

Gefahren: 245,8 Meilen

Hinreise

Sonntag, 14.10.2012

Gegen 5:30 Uhr reißt uns der Wecker aus dem Schlaf. Schnell sind wir geduscht und angezogen. In Windeseile packen wir die letzten Sachen in unsere Reisetaschen. Weil es schnell gehen muss, gibt es zum Frühstück nur einen Kaffee und Müsli.
Während des Frühstücks werfen wir immer wieder kritische Blicke aus dem Fenster. Es regnet in Strömen. Ausgerechnet darauf waren wir nicht vorbereitet. Eigentlich wollten wir mit der S-Bahn zum Flughafen fahren.
Nach kurzer Überlegung, ob die Zeit reichen würde, das Gepäck wetterfest zu verpacken oder Katja samt Gepäck mit dem Auto zum Bahnhof zu bringen, entscheiden wir uns spontan für ein Taxi. Natürlich haben wir beide keinen Schimmer, wo wir zur Bestellung eines solchen anrufen müssen. Katja kramt ein altes Exemplar des Örtlichen hervor. Nachdem der erste Versuch bei einem lokalen Unternehmen jemanden auf einer Festnetznummer zu Erreichen fehlgeschlagen ist, erinnert sich Jens an die App myTaxi, die er seit geraumer Zeit ungenutzt auf seinem iPhone hat. Während der Starts der App überschlagen sich die Gedanken: „Hoffentlich funktioniert das auch und man muss sich da jetzt nicht noch kompliziert anmelden!?! Was kostet der Spaß eigentlich?!?“. Erstes Aufatmen: Außer Vor- und Nachname sowie einer Telefonnummer benötigt man keine weiteren Angaben zur Benutzung. Etwas unsicher, wie denn die Bedienung konzipiert ist, tasten wir uns in der App voran. Mutig wählen wir den prominenten gelben „T“-Knopf und bestellen ein Taxi für 7:00 Uhr zum Flughafen. Die kostenpflichtige Option „Flughafenfahrt“ sparen wir uns. Wofür sie auch immer gut sein mag?! Sogleich wird uns ein Fahrer zugewiesen. In der App können wir nun auf der Karte mitverfolgen, wie er sich auf den Weg zu uns macht. Weiterhin sind über sein Fahrer-Profil Name, Foto und Fahrzeugtyp ersichtlich. Das schafft Vertrauen, dass wir jetzt noch rechtzeitig trocken zum Flughafen schaffen.
Pünktlich steht das Taxi dann auch vor der Tür. Schnell sind unsere Reisetaschen und Rucksäcke eingeladen. Was wir in den folgenden Minuten erleben, könnte einem Hollywood-Streifen entsprungen sein. Der Fahrer fragt uns, wie wir am Besten zum Flughafen kommen, doch davon haben wir keinen blassen Schimmer. Also startet er sein On-Board Navigationssystem und versucht den Flughafen per Spracheingabe als Ziel einzugeben. Der Fahrer und wir sind unsicher, ob es wirklich notwenig ist, über die Autobahn zu fahren. Also entscheiden wir uns, entgegen dem Vorschlag des Navigationssystems, in Luftlinienrichtung Flughafen loszufahren, in der Hoffnung es würde nach wenigen Metern umplanen. Tatsächlich gibt es wenige Straßen weiter auch keinen Mucks mehr von sich. Einige Kilometer später, wir fahren gerade durch einen Kreisverkehr, fragt uns der Fahrer abermals, welche Ausfahrt wir Richtung Flughafen nehmen würden. Irritiert nehmen wir zur Kenntnis, dass er das Navigationssystem in der Zwischenzeit wieder abgeschaltet hatte. Was für eine Odyssee!

Am Flughafen machen wir uns gleich auf die Suche des Gepäckaufgabe-Schalters von Delta Airlines. Wie gewohnt müssen wir kurz vor dem Schalter noch ein paar Fragen der TSA zu unserer Reise und unserem Gepäck beantworten. Diesmal dürfen wir dies jedoch gemeinsam erledigen. Die Dame am Schalter macht uns freundlicherweise auch noch darauf aufmerksam, dass zusätzliche aufgegebene Gepäckstücke beim Rückflug bei Online-Buchung günstiger als am Schalter seien. Noch ein Grund mehr, am Vorabend den online Check-In zu machen.
Nachdem wir unser Gepäck aufgegeben haben, machen wir uns auf den Weg zur Sicherheitskontrolle und anschließend auf die Suche nach etwas zu Trinken für den Flug. Unser Geheimtipp ist der Getränkeautomat am linken hinteren Ende des Terminals. Dort kostet ein 0,5 l Softdrink „nur“ zwei Euro. Je weiter man jedoch in Richtung des rechten hinteren Endes des Terminals kommt, von wo auch später unser Flug starten wird, desto mehr kosten die Getränke an den Automaten.
Kurz vor dem Wartebereich zu unserem Gate ist noch eine Passkontrolle, die um die Uhrzeit jedoch noch nicht besetzt ist, so dass wir noch etwas warten müssen. Wir genießen die Aussicht auf das Rollfeld und nutzen die Gelegenheit etwas zu lesen.

Unser Flug mit Delta von Stuttgart nach Atlanta startet pünktlich. Unterwegs müssen wir uns wie immer zwischen: „Chicken or Pasta?“ entscheiden. Wir wählen das leckere Curry-Hühnchen. Die Filmauswahl ist leider eher mäßig, so dass die letzten drei Flugstunden kaum vergehen wollen.

Nachdem wir die Immigration schnell hinter uns gebracht haben, machen wir bei der Sicherheitskontrolle erstmals Bekanntschaft mit den berüchtigten Körperscannern. Man kommt sich schon etwas blöd vor, sich breitbeinig mit den Händen überm Kopf und dem verrotzten Taschentuch in der Hand durchleuchten zu lassen. Anschließend machen wir uns auf die Suche nach einer Mahlzeit und entscheiden uns für ein paar fade Wraps bei Great Wraps.

Der Flug nach Las Vegas zieht sich abermals in die Länge, auch wenn wir es schaffen etwas Schlaf nachzuholen.

Gegen 19:30 Uhr landen wir in Las Vegas und begeben uns nach der Gepäckausgabe direkt zum Rental Car Center. Es fällt uns schwer uns aus der Auswahl an SUVs zwischen einem Jeep und einem Nissan zu entscheiden. Letzten Endes wählen wir den fast neuen Nissan mit nur 1400 Meilen auf dem Tacho.

Im Rodeway Inn Las Vegas Convention Center, das wir schon auf unserer letzten USA Reise als ersten Übernachtungsort gewählt hatten, fallen wir nach einer schnellen Dusche gleich in den Tiefschlaf.

Tag 25: Rückreise

Leider war heute schon der Tag unserer Heimreise gekommen. Da freut man sich fast ein Jahr auf den Urlaub, und dann geht er viel zu schnell vorbei.

Unser Wecker klingelte um 05:00 Uhr früh. Nach einer kurzen Dusche wurden die letzten Utensilien in den Taschen verstaut und diese ins Auto geladen. Der Flughafen und somit auch das Rental Car Center waren nicht weit vom Hotel entfernt. Die Rückgabe „unseres“ Jeeps ging dann auch flott vonstatten, obwohl um diese frühe Uhrzeit dort schon einiges los war.

Ein Shuttlebus brachte uns vom Rental Car Center zum Terminal 1 des Flughafens. Kurz darauf sind wir dann im Chaos am Check-In Schalter von American Airlines gelandet. Zunächst sah es nur nach einer langen Warteschlange vor den Schaltern aus. Dies war jedoch ein Irrtum. Es gab gar keine Schlange, sondern etliche Self-Check-In Automaten. Eine ziemlich gestresste Mitarbeiterin von American Airlines forderte wiederholt die Wartenden auf, das Einchecken an den Computern müsse selbst gemacht werden. Man würde dann namentlich aufgerufen, um seine Koffer loszuwerden. Gut, dann versuchen wir es mal mit einem Computer. Leider schlugen alle Versuche fehl (egal ob mit Ticketnummer, Flugnummer oder Reisepass), so dass wir auf die Hilfe der Dame vom AA angewiesen waren. Die drückte uns einen Zettel in die Hand und lies uns in einem abgesperrten Bereich vor dem einzigen „normalen“ Schalter warten.

In diesen Bereich durften alle, deren Self-Check-In nicht funktionierte. Hier mussten wir sicher 30 Minuten warten, bevor wir an der Reihe waren. Eine sehr lustlose Angestellte wollte dann für die zusätzlichen Koffer 50 Dollar pro Stück. Auf unsere Frage, warum diese auf unserem Hinflug kostenlos waren und nun kosten sollten, reagierte sie zunächst etwas verärgert. Nach einigen Minuten durften unsere Taschen doch noch kostenlos mit.

Nach dieser zeitraubenden Prozedur sind wir schnell zur Sicherheitskontrolle. Hier war alles prima organisiert und so wir waren in wenigen Minuten durch. Da die Zeit für ein richtiges Frühstück leider mittlerweile zu knapp war, kauften wir uns bei Starbucks ewas Süßes.

Kaum am Gate begann auch schon das Boarding für unseren Flug nach Dallas / Fort Worth. Wir hatten Plätze am Fenster und konnten deshalb während des Starts noch einmal einen Blick auf die Hotels am Strip werfen. Den Flug haben wir dann größtenteils verschlafen.

In Dallas / Fort Worth hatten wir anderthalb Stunden Wartezeit auf den Weiterflug nach Stuttgart. Wir haben uns noch mit einem Sandwich gestärkt und sind ein bisschen durch das Terminal gebummelt.

Beim Boarding erlebten wir eine positive Überraschung. Als wir vor Monaten die Sitzplätze reserviert haben, waren alle Zweierreihen am Gang schon belegt. Deshalb haben wir in Reihe 41 Plätze reserviert. Dort wird das Flugzeug enger und in der Mitte sind nur noch vier Sitze pro Reihe anstatt Fünfen. Neben mehr Stauraum unter den Sitzen hatte man zusätzlich auch deutlich mehr Beinfreiheit als in den sonstigen Reihen. Wir konnten es uns also gemütlich machen. Außerdem hatte jeder Sitz seinen eigenen Fernseher und man konnte seine Filme selbst auswählen. Leider gab es nur zwei Filme auf Deutsch, den Rest konnte man sich aber auf Englisch ansehen.

Nach dem Essen (es gab Beef oder Chicken) wurde es draußen langsam dunkel, und die meisten Passagiere versuchten zu schlafen. Auch wir konnten zeitweise gut schlafen. Eine Stunde vor der Landung in Frankfurt gab es noch ein kleines Frühstück. Um kurz nach sieben am Montagmorgen sind wir auf deutschem Boden in Frankfurt gelandet.

Unsere Koffer waren diesmal gleich mit auf dem Band, so dass wir uns direkt auf den Weg zum Fernbahnhof machen konnten. Leider mussten wir hier fast eine Stunde auf den nächsten ICE nach Stuttgart warten. Dieser war dann auch noch sehr voll, weshalb wir bis Mannheim im Flur stehen mussten. Danach waren bis Stuttgart zum Glück zwei Plätze frei.

Irgendwie waren wir nun doch froh, wieder zuhause angekommen zu sein.

Tag 24: Las Vegas

Heute haben wir ein bisschen länger geschlafen und sind dann im Hotel zum Frühstück gegangen. Das Frühstück war reichhaltig. Es gab Toasties, Eier, Obst und sogar Starbucks Kaffee. Überhaupt können wir dieses Hotel nur empfehlen. Die Zimmer sind sehr geräumig, schön eingerichtet und die Lage des Hotels ist super. Man ist etwas abseits von dem ganzen Trubel in Las Vegas und trotzdem in Laufweite zum Strip.

Danach sind wir ins Las Vegas Premium Outlets gefahren, um unsere Garderobe weiter aufzufüllen. Leider ist uns dies nur zum Teil gelungen, vor allem bei den Jeans war es nicht so einfach. Nach ungefähr sechs Stunden Shopping haben wir uns noch einen letzten Latte bei Starbucks gegönnt.

Zurück im Hotel haben wir dann erst einmal das Auto komplett ausgeräumt. Da hatte sich einiges angesammelt. Danach haben wir alle Sachen im Hotelzimmer ausgebreitet und nach und nach auf unsere vier Gepäckstücke verteilt. Hoffentlich gleichmäßig, aber das wird sich am Flughafen zeigen.

Nun hatten wir Hunger und den wollten wir bei einem der zahlreichen Buffets stillen. Also haben wir uns an der Rezeption erkundigt. Man empfahl man uns das Buffet im MGM Grand sowie im Mandalay Bay. Wir haben uns dann für das MGM Grand in Laufweite entschieden.

Nachdem wir einige Zeit durch das Casino und die angrenzende Shoppingmall des Hotels geirrt waren, haben wir das Buffet doch noch gefunden. Es war wirklich sehr lecker – nur die Shrimps schmeckten irgendwie nach nichts. Vor allem das Lammfleisch und das Nachtischbuffet waren köstlich. Kein Vergleich zum Buffet im Excalibur, von dem wir letztes Jahr sehr enttäuscht waren.

Da uns nach so viel Essen schon leicht schlecht war, entschlossen wir uns auf dem Weg zurück ins Hotel noch ein Stück über den südlichen Strip zu bummeln. Im Hotel haben wir den Wecker auf 05:00 Uhr gestellt und sind schnell ins Bett. Unser Flug geht morgen um 08:40 Uhr, aber wir müssen vorher noch unseren Jeep zurückbringen.

Tag 23: Springdale – Las Vegas

Heute haben wir uns mal wieder ein leckeres Frühstück gegönnt. Es gab French Toast und Bumbleberry Pancakes bei Wildcat Willies. So gestärkt fuhren wir zum Valley of Fire State Park in der Nähe von Las Vegas. Auf dem Weg dorthin haben wir in St. George im Walmart noch schnell einige Kleinigkeiten besorgt.

Im Valley of Fire SP angekommen machte der Park seinem Namen alle Ehre. Als wir aus dem Auto stiegen, bekamen wir fast einen Hitzeschock. Im Zion NP war es schon recht warm gewesen, aber hier war es richtig heiß.

Nach einem kurzen Besuch im Visitor Center sind wir zum Mouse’s Tank gefahren. Bevor wir zu diesem natürlichen Wasserreservoir gegangen sind, haben wir im Schatten gepicknickt. Auf dem kurzen Weg zu Mouse’s Tank haben wir noch zwei Geocaches gemacht. Das Wasserloch war nicht sehr beeindruckend, deshalb waren wir rasch wieder zurück beim Auto.

Unser nächstes Ziel war die „Fire Wave„. Ein Foto davon ist auf dem Cover der diesjährigen Neuauflage des Grundmann Reiseführers. Wir waren im Internet darauf aufmerksam geworden, und wollten uns wenigstens diese Welle anschauen. Vor allem, weil man dafür kein Permit braucht, sondern nur den Parkeintritt entrichten muss.

Die Fire Wave ist wohl kein Geheimtipp mehr, denn als wir uns zu Fuß auf den Weg machten und von der Straße abbogen, konnten wir gleich einen Trampelpfad erkennen. Der Weg ist nicht weit. Nach kurzer Zeit hatten wir die Welle gefunden. Der Sandstein dort ist rot und weiß gestreift. Aus bestimmten Blickwinkeln kann man durchaus eine Welle erkennen. Wir erkundeten eine Zeitlang das Gebiet. Je näher der Sonnenuntergang rückte, umso mehr Leute kamen dazu. Alle aus Deutschland oder der Schweiz. Kurz vor Sonnenuntergang machten wir uns dann auf den Rückweg zum Auto.

In Las Vegas angekommen fuhren wir zu erst zu Chipotle, um uns mit Burritos zu stärken. Danach sind wir zu unserem Hotel, dem Desert Rose Resort gefahren. Das liegt nicht direkt am Strip, sondern einen Block davon entfernt. Dir Zimmer sind eigentlich Suiten, man hat sogar eine komplette Küche: Kühlschrank, Einbauherd mit riesigem Backofen, Spüle, Spülmaschine, Mikrowelle, Toaster, Kaffeemaschine und sogar ein Standmixer.

Morgen werden wir ins Las Vegas Premium Outlets zum Shoppen fahren. Da wir am Sonntag zurückfliegen, müssen wir anschließend das Auto ausräumen und alles wieder in den Koffern verstauen.

Tag 1: Las Vegas – Beaver

Die Nacht war heut sehr früh vorbei. So ab 5:30 Uhr konnten wir nicht mehr schlafen. Erstmal haben wir unsere Koffer umgepackt und alles ausgepackt, was wir im Auto brauchen. Danach machten wir uns auf den Weg zum nächsten Supermarkt, um Getränke zu kaufen. In dem direkt daneben liegenden Dennys haben wir dann gefrühstückt. Wir haben uns beide einen „Grand Slam“ gegönnt, mit Eiern, Speck, Pancakes und, fürs Gewissen, frisches Obst. Leider hatten wir schon vergessen, wie groß die Portionen hier sind.

So gestärkt machten wir uns auf den Weg nach St. George, um dort im Walmart unsere ersten Vorräte zu kaufen. Unser durstiges Auto wurde auch gleich vollgetankt. Das Auto fährt sich bisher ganz gut, ihm fehlt nur ein kleines, aber doch ganz feines Detail:der Tempomat! Wir hatten beide nicht gedacht, daß es in den USA Automatikautos OHNE Cruise Control gibt. Die kommenden Wochen werden für den Gasfuß also anstrengender werden.

Auf der Weiterfahrt nach Norden haben wir einen Abstecher in den Kolob Canyon des Zion NP gemacht. Dieser kleine Teil des Zion wird selten besucht und liegt direkt an der Interstate 15. Hier konnten wir unseren America the Beautiful Pass vom letzten Jahr benutzen. Der Abstecher war eine angenehme Abwechslung zur eintönigen Autobahn. Am Ende des Scenic Drives machten wir ein kleines Picknick und genossen die Sonne und die Aussicht. Das Wetter war im Übrigen sehr warm, fast 30 Grad bei strahlendem Sonnenschein.

Nach diesem Abstecher sind wir bis Beaver weitergefahren. Hier haben wir schnell ein nettes Motel gefunden. Da wir mittlerweile sehr müde waren, sind wir nur noch schnell auf ein Sandwich zu Subway gefahren.