Tag 19: Page (CBS und White Pocket)

Freitag, 02.11.2012

Auch heute klingelt der Wecker wieder sehr früh, nämlich schon um 5:15 Uhr Arizona-Zeit, aber wir müssen ja pünktlich um 7:00 Uhr Utah-Zeit bei der Paria Outpost sein. Dort haben wir bereits im Vorfeld unserer Reise eine geführte Tour zu den Coyote Buttes South und White Pocket gebucht. Nach unserer Erfahrung mit dem sandigen Jeep-Trail zu den Paw Hole Teepees in 2010 wollten wir den heutigen Tag entspannter genießen.

An der Paria Outpost werden wir gleich sehr nett von unserem Guide, Dallas, begrüßt. Die Formalitäten sind mit der Inhaberin, Susan, schnell erledigt. Wir haben Glück und sind die einzigen Gäste. Somit können wir den Tagesablauf alleine bestimmen. Mit Dallas verstehen wir uns auf Anhieb und unterhalten uns während der Fahrt sehr angeregt mit ihm.

Mit dem Allradfahrzeug geht es über die House Rock Valley Road bis zum Lone Tree Reservoir. Hier biegen wir ab und fahren vorbei an den Paw Hole Teepees zur Cottenwood Cove der Coyote Buttes South. Die Straße ist größtenteils tiefsandig. Hin und wieder aber auch voller Steine und Stufen. Die Strecke hätten wir uns nie zugetraut. So aber, mit Dalles am Steuer, können wir den Tag in vollen Zügen genießen.

Vom Parkplatz folgen wir Dallas einen sandigen Pfad entlang und erreichen bald die ersten Teepees. Dallas gestaltet die Tour sehr gut, die Farben und Formen werden im Verlauf immer intensiver. Er macht uns immer wieder auf kleine und große Fotomotive aufmerksam. Natürlich sehen wir auch Half & Half und den Control Tower (a.k.a. Dalí Rock; Weird Rock). Insgesamt sind wir über drei Stunden in den Coyote Buttes South unterwegs und sehen und fotografieren sehr viel. Die ganze Zeit begegnen uns keine anderen Wanderer.

Zurück am Auto stellt Dallas Picknickstühle in den Schatten eines Baumes und wir stärken uns mit dem Lunch-Paket der Paria Outpost. Darin finden wir ein sehr leckeres Sandwich, Chips, Cookies, einen Müsliriegel und einen Apfel. Dazu gibt es Getränke aus der Kühlbox. Nach der erholsamen Pause mit nettem Plausch fahren wir nochmal eine Dreiviertelstunde weiter bis White Pocket.

Auch hier gehen wir eine Rundtour bei der die Farben in der White Pocket immer bunter werden. Solch eine Farbenpracht haben wir nicht erwartet. Uns gefällt es sehr gut und wir finden, auch dank Dallas, ständig neue Fotomotive. An einigen Stellen gibt es mit Wasser gefüllte kleine Pools, in denen sich die Felsen spiegeln.

So gegen 15:00 Uhr machen wir uns auf den Rückweg. Vorbei an einer Cowboy-Cabin und vielen Rindern geht es zurück zur Paria Outpost, die wir kurz vor 17:00 Uhr erreichen. Wir sind ziemlich geschafft, aber total glücklich. Die Entscheidung, eine geführte Tour zu buchen, war für uns genau richtig. Und in Dallas hatten wir einen sehr angenehmen und sympathischen Guide.

Zurück in Page gehen wir nach einer schnellen Dusche erneut zu Dam Bar and Grill. Wir sind einfach zu müde, um nach einer Alternative Ausschau zu halten, und Katja plagen Kopfschmerzen. Jens Ribs sind ganz lecker, Katjas Caesar Salad ist leider nicht die beste Wahl. Im Hotel fallen wir gleich ins Bett und schlafen schnell ein.

Gefahren: 69 Meilen
Gewandert: 5,6 Kilometer in den Coyote Buttes South; 2,8 Kilometer in White Pocket

Tag 20: Page (Coyote Buttes South)

Heute Morgen sind wir nach dem Frühstück im Motelzimmer (Bagels mit Philadelphia Cream Cheese und Marmelade) Richtung Coyote Buttes South aufgebrochen. Unser Ziel war Paw Hole. Auf dem Weg dorthin haben wir bei Walmart halt gemacht und eine Schaufel erworben. Unterwegs sind wir an der Paria Contact Station vorbeigekommen, nur dieses Mal haben wir dort jedoch nicht angehalten, sondern sind gleich weiter zum Abzweig vom Highway in die House Rock Valley Road.

Am Wire Pass Trailhead haben wir kurz Stopp gemacht und zufällig das schweizer Ehepaar wiedergetroffen, das ebenfalls einen Coyote Buttes South (CBS) Permit für heute hatte und auch nach Paw Hole wollte. Ihnen hatte man geraten bei Lone Tree Reservoir zu parken, da sie lediglich ein 2WD haben. Uns hatte man in Aussicht gestellt noch weitere 1,9 Meilen mit unserem 4WD Jeep zu fahren. Gegebenenfalls sogar ganz bis Paw Hole.
Bei Lone Tree Reservoir haben wir uns dann getrennt. Das schweizer Ehepaar ist zu Fuß gestartet, wir wollten es noch ein Stück weiter versuchen. Was für ein Abenteuer! Die Dirt Road ist sehr sandig und uneben und führt später größtenteils durch tiefen Sand. Glücklicherweise sind wir nicht stecken geblieben.
Nach etwa einem Kilometer haben wir dann den Plan aufgegeben bis Paw Hole zu fahren und haben das Auto auf einer Steinplatte neben der Fahrbahn abgestellt. Als wir abmarschbereit waren, stießen auch schon die beiden Schweizer zu uns. Hätten wir nur mal auch bei Lone Tree Reservoir geparkt. Allerdings waren die Beiden auch ganz schön zügig zu Fuß unterwegs.
Gemeinsam sind wir dann bis Paw Hole auf der Fahrbahn gewandert. Dort trennten sich unsere Wege.

Wir haben dann mehrere Stunden mit der Erkundung der Paw Hole Teepees sowie einige Wave-ähnliche Formationen verbracht. Zwischendurch haben wir gepicknickt (Bagels mit Wurst und Käse). Die Zeit verging wie im Flug und wir haben viele Fotos gemacht. Die farbenprächtigen Gesteinsformationen haben es uns sehr angetan.

Drei Stunden vor Sonnenuntergang haben wir uns dann auf den Rückweg gemacht. Waren wir froh, als wir wieder heil beim Lone Tree Reservoir angekommen waren! Von dort bis zum Wire Pass war die House Rock Valley Road in einem sehr guten Zustand und wir konnten mit den maximal erlaubten 25 MPH nach Hause brausen.

Zurück in Page haben wir uns kurz im Motel frisch gemacht und sind abermals zum Abendessen ins Dam Bar & Grill. Katja hatte wieder ein Sirloin Steak und Jens ein Rib Eye Steak. Wieder mit Sub Loaded Baked Potatoe (Baked Potatoe with Butter, Sour Cream, Bacon, Chives, and Cheese). Das hatten wir uns wirklich verdient!

Morgen verlassen wir Page und fahren weiter nach Springdale zum Zion National Park.