Monatsarchiv: Dezember 2014

Rückreise

Dienstag, 06.11.2012

Der Wecker klingelt mitten in der Nacht, da unser Flieger bereits um 7:10 Uhr startet. Nach einer schnellen Dusche verstauen wir die letzten Sachen in unseren Taschen und verlassen das Desert Rose Resort.

Auf dem Weg zum Flughafen stoppen wir kurz am berühmten „Welcome to Fabulous Las Vegas Sign„. Tagsüber stehen die Leute hier immer Schlange, jetzt haben wir das Schild für uns. Dann fahren wir zum Rental Car Center, wo sich die Rückgabe unseres Mietwagens wie immer unkompliziert gestaltet. Mit dem Shuttlebus gelangen wir zum Flughafengebäude. Am Check-In Schalter zeigt sich, dass wir das Gewicht unserer Taschen gleichmäßig innerhalb des Limits verteilt haben.

Nach der Sicherheitskontrolle holen wir uns bei Starbucks noch einen Caffè Latte und süße Stückchen zum Frühstück. Die Wartezeit auf das Boarding vertreiben wir uns mit Surfen im Internet, welches hier am Flughafen kostenlos ist.

Auf dem Flug nach Atlanta können wir von oben nochmal ein paar Blicke auf den Lake Mead und den Grand Canyon werfen. Einen Großteil des Fluges verschlafen wir aber, da wir aufgrund des frühen Aufstehens doch müde sind.

In Atlanta stärken wir uns bei Panda Express mit leckerem asiatischem Essen. Danach bummeln wir ins neue Terminal, wo es einen letzten Starbucks Kaffee und für Katja einen City Mug von Atlanta gibt.

Der Flug nach Stuttgart ist angenehm, wir haben eine Zweierreihe. Nur die Katze des Paares hinter uns maunzt die ganze Zeit, trotz Medikamenten, so dass wir wenig zum Schlafen kommen. Der Herr fragt irgendwann tatsächlich die Stewardess, ob er das arme Kätzchen auf der Toilette mal kurz aus der Transportkiste lassen könnte. Die Stewardess hat das natürlich nicht erlaubt.

Irgendwann ist dann auch dieser Flug vorbei und wir landen am Vormittag in Stuttgart. Hier sind alle Koffer schnell da und wir hüpfen in die nächste S-Bahn, die uns in 10 Minuten nach Hause bringt.

Tag 22: Las Vegas

Montag, 05.11.2012

Nach einem reichhaltigen Frühstück im Hotel machen wir uns erneut auf den Weg zu den Las Vegas North Premium Outlets. Schließlich müssen unsere Koffer gefüllt werden.

Wir gehen in viele Geschäfte und werden beide fündig. Vor allem natürlich bei Levi’s, GAP, Tommy Hilfiger und Converse. Auch ein paar Mitbringsel können wir noch besorgen. Zwischendurch stärken wir uns bei einem Asia-Schnellimbiss. Zufrieden und mit einigen Tüten beladen fahren wir am frühen Nachmittag zurück zum Desert Rose Resort.

Im Zimmer machen wir uns dann an die komplizierte Aufgabe, alle Sachen sicher in den Reisetaschen zu verstauen und dabei das Gewicht möglichst gleichmäßig zu verteilen. Auch die Handgepäckstücke räumen wir einmal aus, um sie zu entstauben und dann wieder neu packen. Nach einigem Hin und Her haben wir es geschafft und alles ist sicher verpackt.

Wir fahren zum Abendessen noch ein letztes Mal zu Chipotle. Hier können wir sogar unseren Burrito im freien genießen. Die Show von Jan Rouven findet im Riviera statt, am nördlichen Ende des Strips. Eigentlich wollen wir gerne vorher noch einen Kaffee trinken, aber im Casino des Riviera gefällt es uns nicht. Leider finden wir in Laufweite des Hotels auch keinen Starbucks. Dafür aber viele zwielichtige Gestalten.

Wir haben Karten der besseren Kategorie gekauft und sitzen deshalb weit vorne in der vierten Reihe. Die Show gefällt uns sehr gut. Bei einigen Tricks, zum Beispiel mit großen Schwertern, stockt uns der Atem. Nach der Show düsen wir zurück zum Hotel. Morgen müssen wir mitten in der Nacht aus den Federn, um rechtzeitig am Flughafen zu sein.

Gefahren: 26,2 Meilen

Tag 21: Las Vegas

Sonntag, 04.11.2012

Heute Morgen lassen wir es ruhig angehen. Wir frühstücken in der leider etwas überfüllten Lobby des Hotels. Danach machen wir uns zu Fuß auf zum Strip, um uns etwas umzuschauen und uns nach Karten für eine der zahlreichen Shows in Vegas zu erkundigen.

Beim Excalibur erreichen wir den Strip und laufen diesen gemütlich nach Norden bis zum Paris. Bei Tix4Tonight reihen wir uns in die Schlange ein und überlegen, welche Show wir schauen wollen. Leider findet an diesem Abend keine Cirque du Soleil Show statt. Deshalb entscheiden wir uns für „Le Rêve – The Dream“. Für den folgenden Abend, den letzten unserer Reise, kaufen wir auch gleich Tickets für die Show „Illusions“ des deutschen Magiers Jan Rouven.

Zufrieden bummeln wir auf der anderen Straßenseite zurück zum Hotel, vorbei am Bellagio und dem neuen City Center. Wir beschließen noch ein bisschen zu shoppen und statten hierfür den Las Vegas North Premium Outlets einen Besuch ab. Wir haben uns aber etwas mit der Zeit verschätzt und nach wenigen Shops machen wir uns wieder auf den Rückweg. Müssen wir morgen nochmal wiederkommen.

Im Hotel machen wir uns kurz frisch und fahren anschließend zum Wynn, wo später am Abend die Show stattfindet. Dann bummeln wir gemütlich Richtung Cosmopolitan. Wir erleben den Vulkanausbruch am Mirage; für die Piratenshow vor dem Treasure Island sind wir leider etwas zu spät.

Im Cosmopolitan gehen wir zum Wicked Spoon Buffet und werden nicht enttäuscht. Das Essen schmeckt sehr lecker und ist abwechslungsreich. Auch die Darbietung der Speisen finden wir sehr gelungen. Pappsatt laufen wir zurück zum Wynn.

Dort gehen wir direkt zum Showtheater von „Le Rêve – The Dream„. Wir haben super Sitzplätze, direkt an einem der Zugänge für die Artisten, mit freiem Blick auf den großen Pool. Die Show findet in bzw. über diesem Pool statt. Bei einigen Kunststücken müssen wir die Luft anhalten. Uns gefällt die Show sehr gut!

Nach der Show fahren wir über den hell erleuchteten Strip und filmen dabei noch ein wenig mit dem Handy. Im Hotel fallen wir glücklich aber geschafft ins Bett.

Gefahren: 19,3 Meilen

Tag 20: Page – Las Vegas

Samstag, 03.11.2012

Da die letzten beiden Tage sehr lang und anstrengend waren, wollen wir heute eigentlich etwas länger schlafen. Unsere innere Uhr weckt uns aber trotzdem schon um 8:00 Uhr. Gut erholt halten wir erstmal Ausschau nach Heißluftballons. Zur Zeit findet in Page nämlich die Balloon Fiesta statt. Da noch keine zu sehen sind, gehen wir gemütlich frühstücken.

Nachdem wir gefrühstückt haben, können wir draußen beobachten, wie immer mehr Heißluftballone aufsteigen. Einige starten sogar vom Parkplatz unseres Hotels und vom gegenüberliegenden Walmart. Wir beobachten und fotografieren die Ballone eine Zeitlang.

Irgendwie können wir uns von Page nicht trennen. Deshalb besorgen wir uns bei Starbucks einen Grande Caffè Latte und setzten uns damit an einen View Point oberhalb des Lake Powell in der Glen Canyon NRA. Wir genießen den Blick über den See mit den roten Steinen dahinter und lassen die vergangenen Urlaubswochen Revue passieren. Auch über unsere Hochzeit machen wir uns erste Gedanken.

Die Zeit drängt und wir machen uns auf nach Las Vegas. In Kanab macht sich ein Hüngerchen bemerkbar, weshalb wir uns bei Subway ein Sandwich gönnen. Wir fahren durch den Zion NP, jedoch ohne Fotostopp. Die Checkerboard Mesa liegt im Gegenlicht und wir haben auch keine Lust mehr. Am Tunnel müssen wir, wegen eines vor uns fahrenden Wohnmobils, kurz warten. Dafür haben wir im Tunnel auch keinen Gegenverkehr.

Die Fahrt über Springdale und La Verkin bis St. George zieht sich endlos. In St. George statten wir Starbucks einen Besuch ab, um zwei Utah City Mugs zu kaufen. Leider bleiben unsere Versuche erfolglos, noch Arizona Tassen zu bekommen.

Über die I15 geht es dann nach Las Vegas, dem letzten Ort auf dieser Reise. Dank unserem Navi fahren wir auf seltsamen Wegen zum Chipotle, der unserem Hotel am nächsten liegt. Die Burritos sind wieder sehr lecker.

Nach dem Abendessen checken wir ins Desert Rose Resort ein. Wie vor zwei Jahren ist unser Zimmer eigentlich eine kleine Wohnung mit Küchenzeile, Wohn- und Schlafzimmer. Da wir das Auto gleich komplett ausräumen, sieht es im Wohnzimmer etwas chaotisch aus. Nach ein bisschen Fernsehen und Surfen fallen wir geschafft ins bequeme Bett.

Gefahren: 294,6 Meilen

Tag 19: Page (CBS und White Pocket)

Freitag, 02.11.2012

Auch heute klingelt der Wecker wieder sehr früh, nämlich schon um 5:15 Uhr Arizona-Zeit, aber wir müssen ja pünktlich um 7:00 Uhr Utah-Zeit bei der Paria Outpost sein. Dort haben wir bereits im Vorfeld unserer Reise eine geführte Tour zu den Coyote Buttes South und White Pocket gebucht. Nach unserer Erfahrung mit dem sandigen Jeep-Trail zu den Paw Hole Teepees in 2010 wollten wir den heutigen Tag entspannter genießen.

An der Paria Outpost werden wir gleich sehr nett von unserem Guide, Dallas, begrüßt. Die Formalitäten sind mit der Inhaberin, Susan, schnell erledigt. Wir haben Glück und sind die einzigen Gäste. Somit können wir den Tagesablauf alleine bestimmen. Mit Dallas verstehen wir uns auf Anhieb und unterhalten uns während der Fahrt sehr angeregt mit ihm.

Mit dem Allradfahrzeug geht es über die House Rock Valley Road bis zum Lone Tree Reservoir. Hier biegen wir ab und fahren vorbei an den Paw Hole Teepees zur Cottenwood Cove der Coyote Buttes South. Die Straße ist größtenteils tiefsandig. Hin und wieder aber auch voller Steine und Stufen. Die Strecke hätten wir uns nie zugetraut. So aber, mit Dalles am Steuer, können wir den Tag in vollen Zügen genießen.

Vom Parkplatz folgen wir Dallas einen sandigen Pfad entlang und erreichen bald die ersten Teepees. Dallas gestaltet die Tour sehr gut, die Farben und Formen werden im Verlauf immer intensiver. Er macht uns immer wieder auf kleine und große Fotomotive aufmerksam. Natürlich sehen wir auch Half & Half und den Control Tower (a.k.a. Dalí Rock; Weird Rock). Insgesamt sind wir über drei Stunden in den Coyote Buttes South unterwegs und sehen und fotografieren sehr viel. Die ganze Zeit begegnen uns keine anderen Wanderer.

Zurück am Auto stellt Dallas Picknickstühle in den Schatten eines Baumes und wir stärken uns mit dem Lunch-Paket der Paria Outpost. Darin finden wir ein sehr leckeres Sandwich, Chips, Cookies, einen Müsliriegel und einen Apfel. Dazu gibt es Getränke aus der Kühlbox. Nach der erholsamen Pause mit nettem Plausch fahren wir nochmal eine Dreiviertelstunde weiter bis White Pocket.

Auch hier gehen wir eine Rundtour bei der die Farben in der White Pocket immer bunter werden. Solch eine Farbenpracht haben wir nicht erwartet. Uns gefällt es sehr gut und wir finden, auch dank Dallas, ständig neue Fotomotive. An einigen Stellen gibt es mit Wasser gefüllte kleine Pools, in denen sich die Felsen spiegeln.

So gegen 15:00 Uhr machen wir uns auf den Rückweg. Vorbei an einer Cowboy-Cabin und vielen Rindern geht es zurück zur Paria Outpost, die wir kurz vor 17:00 Uhr erreichen. Wir sind ziemlich geschafft, aber total glücklich. Die Entscheidung, eine geführte Tour zu buchen, war für uns genau richtig. Und in Dallas hatten wir einen sehr angenehmen und sympathischen Guide.

Zurück in Page gehen wir nach einer schnellen Dusche erneut zu Dam Bar and Grill. Wir sind einfach zu müde, um nach einer Alternative Ausschau zu halten, und Katja plagen Kopfschmerzen. Jens Ribs sind ganz lecker, Katjas Caesar Salad ist leider nicht die beste Wahl. Im Hotel fallen wir gleich ins Bett und schlafen schnell ein.

Gefahren: 69 Meilen
Gewandert: 5,6 Kilometer in den Coyote Buttes South; 2,8 Kilometer in White Pocket