Monatsarchiv: November 2014

Tag 18: Page (The Wave)

Donnerstag, 01.11.2012

Heute ist unser großer Tag! Wir dürfen endlich die Wave erkunden, nachdem wir in unseren beiden vorangegangenen USA-Urlauben leider kein Permit ergattern konnten. Der Wecker klingelt schon um 5:30 Uhr. Wir springen in die Klamotten und frühstücken Bagels mit Cream Cheese. Gegen 6:30 Uhr fahren wir noch in der Dämmerung Richtung Kanab los.

Auf etwa halber Strecke zwischen Page und Kanab biegen wir nach links in die House Rock Valley Road ab. Die Dirt Road ist, bis auf ein paar Dips und steinige Stellen, sehr gut und zügig zu fahren. Die Durchquerung des Buckskin Gulch ist inzwischen betoniert und damit bei Trockenheit problem- und gefahrlos. Gegen 7:15 Uhr erreichen wir den Wire Pass Trailhead. Andere sind schon früher auf den Beinen; es stehen schon einige Fahrzeuge auf dem Parkplatz. Da es noch recht kalt ist und wir nichts verpassen wollen, marschieren wir zügig los.

Der Weg zur Wave führt zunächst ein Stück durch den Wire Pass. Kurz bevor der breite Wash zu einem schmalen Slot Canyon wird, verlassen wir den Wash nach rechts. Ein Schild am Wegesrand weist Besucher des Wire Pass darauf hin, dass zum Betreten der Special Management Area der Coyote Buttes ein Permit erforderlich ist. Der Weg führt steil hinauf und im Anschluss über einen Sandhügel. Dabei wird uns schnell warm. Dank unseres GPS-Geräts und der guten Wegbeschreibung mit Fotos, die wir mit dem Permit vom BLM erhalten hatten, fällt uns die Orientierung leicht. Wir kommen gut voran. Schon bald ist in der Ferne der markante Spalt im Top Rock zu erkennen, an dessen Fuße sich die Wave befindet.

Nach ungefähr 1,5 Stunden erreichen wir den Eingang des Naturwunders. Wir stehen endlich in der Wave! Wow! Einfach atemberaubend schön! Die Wave liegt noch komplett im Schatten. Sechs oder sieben Fotografen warteten schon mit ihren Kameras auf Stativen auf den „Sonnenaufgang“. Wir gesellen uns dazu und warten. Als die Sonne über dem Top Rock aufgeht, beginnt die Wave in ihren schönsten Farben zu strahlen. Durch die aufgrund der tiefstehenden Sonne entstehenden Schatten kann man die Rillen noch besser erkennen. Wir machen jede Menge Fotos und genießen den Anblick.

Nach circa anderthalb Stunden ziehen die meisten Fotografen weiter, dafür kommen ein paar andere Wanderer dazu. Die Fotografen waren offensichtlich schon mehrfach hier und wollen noch die weitere Umgebung erkunden. Beim Umhersteigen in der Wave rutscht Katja plötzlich aus und landet unsanft auf ihrem Knie. Zum Glück nur eine leichte Prellung und eine Schürfwunde. Katja ärgert sich am meisten darüber, dass ihre Lieblingswanderhose nun ein Loch hat.

Und dann wird die Wave für uns endgültig zu einem besonders magischen Ort! Wir stellen das Stativ auf, um mittels Intervallauslöser eine Bilderserie zu machen, wie wir durch die Wave wandern. Später können wir die Bilder dann am PC zu einem Stop-Motion-Video zusammensetzen. Die Kamera läuft und wir gehen Hand in Hand durch die Wave. Plötzlich geht Jens vor Katja auf die Knie und macht ihr einen Heiratsantrag! Vor Publikum, laufender Kamera und mit Ring. Katja ist völlig überrascht und gerührt. Sie sagt natürlich „Ja!“. Ein unvergesslicher Tag an einem unvergesslichen Ort.

Wir bleiben eine Weile oberhalb der Wave sitzen und picknicken unsere mitgebrachten Bagels. Im Anschluss versuchen wir, leider vergeblich, den Top Rock zu besteigen. Oben wollten wir den Top Rock Arch, The Alcove, den Melody Arch und The Grotto erkunden. Doch wir stoßen immer wieder auf steile Stellen, an denen wir uns nicht weiter trauen.
Also kehren wir um und statten stattdessen dem Hamburger Hill und der Second Wave einen Besuch ab. Letztere kann uns heute leider nicht so richtig überzeugen, was daran liegt, dass der Himmel mittlerweile komplett bewölkt ist. Von oben können wir einen Blick auf Sand Cove und Fatali’s Boneyard werfen. Wie man von hier dort hinkommt, ist uns ein Rätsel. Das Gelände hatten wir uns im Vorfeld nicht so steil und abschüssig vorgestellt.

In der Wave machen wir erneut Fotos mit Stativ und Selbstauslöser und essen noch eine Kleinigkeit. Viele machen sich schon auf den Rückweg. Irgendwie wollen wir uns aber nicht von diesem wunderschönen Ort trennen. Gegen 14:30 Uhr reißen wir uns dann doch schweren Herzens los und machen uns auf den Rückweg. Vor allem die sandigen Passagen sind sehr anstrengend. Zum Glück war es heute nicht so heiß. Um 16:00 Uhr sind wir zurück am Auto. Nach einer kurzen Verschnaufpause fahren wir zurück nach Page.

Im Hotel genießen wir nach einem anstrengenden und aufregenden Tag eine belebende Dusche. Anschließend gönnen wir uns leckere Steaks mit Sub Loaded Baked Potato bei Dam Bar and Grill. Heute sind Service und Essen top. Zurück im Hotel sichern wir nur noch schnell unsere Fotos und fallen dann glücklich, aber ziemlich geschafft ins Bett.

Gefahren: 94,2 Meilen
Gewandert: 14,2 Kilometer in den Coyote Buttes North zur Wave

Tag 17: Page (Lee’s Ferry)

Mittwoch, 31.10.2012

Wir frühstücken erneut im Hotel. Die Auswahl inklusive Waffeln ist ganz ok. Danach fahren wir auf dem Highway 89 nach Süden und anschließend weiter auf dem Highway 89A zu den Navajo Bridges. Das sind zwei fast baugleiche Brücken über den Colorado River. Die heutige Fußgängerbrücke wurde Ende der zwanziger Jahre gebaut. Als diese für den zunehmenden Verkehr nicht mehr ausreichend war, wurde in den neunziger Jahren eine zweite, fast identische Brücke für Fahrzeuge gebaut.

Nach einem kurzen Fotostopp fahren wir weiter zu Lee’s Ferry und von dort zur Lonely Dell Ranch und Emma’s Cabin. Hier loggen wir einen Geocache und machen von den alten Gebäuden und vor allem einem alten rostigen Truck viele Fotos. Bei Lee’s Ferry, direkt am Colorado, nutzen wir die überdachten Tische und Bänke für ein Picknick. Zwischendurch können wir einen kleinen Fuchs beobachten. Leider gelingt uns kein Foto.

Nach einem kurzen Halt bei den Balanced Rocks parken wir beim Cathedral Wash. Diesen wollen wir bis zum Colorado River wandern. Leider scheitern wir bereits am ersten Drop Off, einer Stufe, die wir bestimmt hätten runterklettern können. Wir sind uns aber unsicher, ob wir es auch problemlos wieder nach oben schaffen.

Etwas enttäuscht fahren wir den Highway 89A weiter an den Vermilion Cliffs entlang. Unterwegs halten wir an den Cliff Dwellings und dem Ancient Pathway Monument, das wir schon von Zuhause auf Google Earth entdeckt hatten. Außerdem loggen wir zwei Geocaches. Einer davon führt uns zu einem alten rostigen Autowrack unweit vom 89A. Hier entdecken wir auch versteinertes Holz am Boden. Am südlichen Ende der House Rock Valley Road halten wir beim Condor View Point an. Ohne Fernglas können wir aber keine Kondore sehen, also heben wir nur den dortigen Cache.

Jens will nun unbedingt versuchen, über die House Rock Valley Road zum Highway 89 und dann zurück nach Page zu fahren. Nach wenigen Kilometern hat er aber ein Einsehen. Über die holprige Dirt Road brauchen wir bis Page einfach zu lange. Deshalb drehen wir um und fahren die lange Schleife über die Highways 89A und 89 zurück ins Hotel.

Zurück in Page gehen wir nach einer schnellen Dusche zu Dam Bar and Grille. Die Steaks und die Sub Loaded Baked Potato sind sehr lecker, der Service jedoch eine Katastrophe. Jens bekommt zunächst das falsche Essen, was ja mal passieren kann. Die Entschuldigung, vor allem auch für die lange Wartezeit auf das richtige Essen, ist aber unzureichend und die Bedienung dann sehr mürrisch. Dafür geben wir dann auch nur sehr wenig Trinkgeld. Im Hotelzimmer bereiten wir für den nächsten Morgen alles vor und gehen anschließend schnell ins Bett.

Gefahren: 165,5 Meilen
Gewandert: 1,7 Kilometer zu Emma’s Cabin; 1,7 Kilometer im Cathedral Wash; 1,5 Kilometer beim Geocachen

Tag 16: Page (Wahweap Hoodoos)

Dienstag, 30.10.2012

Wir gönnen uns ein bisschen mehr Schlaf. Nach dem Frühstück im Motel fahren wir nach Big Water zum dortigen BLM-Office. Heute wollen wir endlich zu den Wahweap Hoodoos wandern. Während unserer vorherigen USA-Reisen in 2009 und 2010 war das Wetter leider zu schlecht. Im BLM-Office besorgen wir uns aktuelle Informationen zur Anfahrt zum Trailhead und der Wanderung.

Auf der Fahrt zum 4WD-Parkplatz müssen wir kurz nach der Fischfarm in Big Water durch einen Wash, der etwas Wasser führt. Nach kurzer Begutachtung der Lage gelingt die Durchfahrt problemlos. Am Parkplatz steht noch ein weiteres Auto, dessen Besitzer wir kurz vor den Hoodoos einholen.

Der Weg zu den Wahweap Hoodoos führt durch den sehr breiten und in Schlangenlinien verlaufenden Wash des Wahweap Creek. Der Untergrund ist teils sandig, teils kiesig, mal fest, mal lose. Das Vorankommen ist streckenweise ganz schön anstrengend und das Finden des idealen Weges nicht immer einfach. Immer wieder müssen wir bei sandigen Stellen Umwege gehen. Glücklicherweise hat es längere Zeit nicht geregnet, so dass, bis auf wenige Stellen, kein Matsch oder gar Wasser im Wash ist.

Nach ungefähr eineinhalb Stunden erreichen wir die erste Hoodoogruppe mit einem beeindruckend großen Exemplar in der Mitte. Nach ein paar Fotos wandern wir weiter zur nächsten Gruppe. Erst im dritten Seitental finden wir die bekannten Hoodoos, die „Towers of Silence“.

Der größte Hoodoo liegt teilweise schon im Schatten der dahinterliegenden Felswand, weshalb wir uns zunächst ärgern, nicht schon früher aufgebrochen zu sein. Mit der Zeit kommt die Sonne allerdings immer mehr hinter der Felswand hervor, so dass die weißen Hoodoos von der Seite schön angestrahlt werden. Der Anblick gefällt uns so sehr, so dass wir uns über zwei Stunden nicht daran sattsehen können und die Umgebung ausgiebig erkunden. Zwischendurch picknicken wir im Schatten der „Towers of Silence“. Bis auf weinige Minuten haben wir die Hoodoos ganz für uns alleine. Nach unzähligen Fotos machen wir uns langsam an den Rückweg.

Wir stoppen noch einmal kurz bei den anderen Hoodoogruppen und marschieren dann durch den Wash zurück. Der Rückweg zieht sich ziemlich. Das ständige Auf und Ab und kreuz und quer nervt. Irgendwann erreichen wir dann doch wieder den Parkplatz. Wir sind geschafft, aber auch froh, im dritten Anlauf endlich hier gewesen zu sein. Die Durchquerung des Wash ist erneut kein Problem und so sind wir zügig zurück in Page.

In Page machen wir bei Safeway halt. Wir füllen unsere Vorräte auf und holen uns beim dortigen Starbucks einen Kaffee. Leider sind die City Mugs von Arizona aus. Im Motel springen wir schnell unter die Dusche und waschen die letzte Ladung Wäsche in diesem Urlaub.

Zum Abendessen hatten wir eigentlich vor zu Bonkers zu gehen, aber die haben leider noch bis März geschlossen. Nach einer kurzen Recherche auf Yelp begeben wir uns daher zu „DC’s Backyard BBQ„. Der Imbiss ist sehr klein und minimalistisch eingerichtet und sieht wenig einladend aus. Aber die vielen ausschließlich sehr guten Bewertungen sowie Hunger gepaart mit Müdigkeit lassen uns den Versuch wagen. Die Ribs (Jens) und das Pulled Pork (Katja) können wirklich überzeugen. Sehr lecker!

Update: Mittlerweile ist DC’s Backyard BBQ umgezogen.

Gefahren: 52,4 Meilen
Gewandert: 18,2 Kilometer zu den Wahweap Hoodoos

Tag 15: Escalante – Page

Montag, 29.10.2012

Leider hatten wir am Vorabend schon gelesen, dass es mit der Cottenwood Canyon Road und damit auch mit dem Yellow Rock mal wieder nichts wird. Die Straße wird ausgerechnet an diesem Montag bis Dezember wegen Instandhaltungsarbeiten gesperrt.

Deshalb lassen wir es an diesem Morgen etwas ruhiger angehen und wollen ausgiebig Frühstücken. Gar nicht so einfach, denn fast jedes Cafe/Restaurant hat bereits geschlossen. In Escalante ist die Saison wohl schon vorbei. Im Restaurant des Prospector Inn werden wir dann schließlich fündig. Wahnsinn, die Pancakes sind so groß wie die Teller und super lecker!

Gut gesättigt machen wir uns auf den Weg nach Cannonville. Hier beginnt die Cottenwood Canyon Road. Als wir an ihrem Begin ankommen, sind gerade zwei Arbeiter dabei ein „Road Closed“ Schild aufzustellen. Sie bestätigten uns, dass man aber noch bis zum Grosvenor Arch fahren dürfe. Die zehn Meilen bis zum Arch sind problemlos zu fahren. Von hier sind es bis zur US 89 nur noch ca. 30 Meilen. Heute aber leider unüberwindbar.

Der Grosvenor Arch, aus gelb-weißem Sandstein, ist schon sehr beeindruckend. Wirklich riesig! Direkt daneben ist noch ein kleiner Arch. Wir sind alleine, bis auf die beiden Arbeiter, die mittlerweile auch am Abzweig zum Arch ein Schild aufstellen. Nach einigen Fotos fahren wir zurück nach Cannonville. Dank der Sperrung haben wir noch einige Meilen vor uns.

Trotzdem entscheiden wir uns für einen kurzen Zwischenstopp am Bryce Canyon National Park, der direkt auf unserem Weg liegt. Da wir den America The Beautiful Pass haben, kostet der Park auch keinen Eintritt. Nach einem kurzen Shoppingstopp im Visitor Center fahren wir zum Bryce Point, einem Aussichtspunkt, den wir in 2009 noch nicht besucht hatten. Hier haben wir einen schönen Blick auf die roten Hoodoos des Bryce Canyon.

Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit und einem Hüngerchen verlassen wir den Park, um nach wenigen Meilen beim Bryce Canyon Pines Motel & Restaurant zu stoppen. Hier hatten wir in 2009 übernachtet, jedoch noch nichts von den berühmten Pies des Restaurants gewusst. Zuerst stärken wir uns mit einer Creamy Potato Soup und probieren dann den Apple bzw. Boysenberry Pie mit Eis. Beides ist sehr lecker und wir danach auch gut satt.

Anschließend nehmen wir die letzten 100 Meilen bis Page unter die Räder. Der Highway 89 lässt sich sehr gut fahren. In Kanab sind wir für einen Besuch im BLM Visitor Center ein paar Minuten zu spät. Eigentlich wollten wir uns hier wegen unserer geplanten Wanderungen für die nächsten Tage erkundigen.

Bei der Paria Contact Station verlassen wir den Highway 89 und fahren ein kurzes Stück über eine Dirt Road Richtung White House Campground. Wir wollen zur Nautilus, deren Koordinaten Jens zuvor im Internet recherchiert hatte. Wir stellen das Auto neben der Straße ab und wandern ein kurzes Stück querfeldein bzw. durch einen Wash. Die Nautilus finden wir dank der Koordinaten ohne Probleme. Leider ist es doch schon etwas spät und die Sandsteinformation liegt schon vollständig im Schatten. Deshalb halten wir uns nur kurz für einige Fotos auf und gehen dann zurück zum Auto.

Kurz bevor wir Page erreichen, geht über dem Lake Powell ein riesiger Vollmond auf. Wir stoppen und versuchen ein paar Fotos mit dem Stativ zu machen. Dann fahren wir zum Hotel. Das geräumige Zimmer im Days Inn gefällt uns sofort. Nach einer erfrischenden Dusche begeben wir uns noch schnell zum Abendessen zu Denny’s. Zurück im Motel sichern wir noch die Fotos, stellen die Uhr um und gehen in das bequeme Bett.

Gefahren: 254 Meilen
Gewandert: 2 Kilometer zur Nautilus

Tag 14: Escalante (Lower Calf Creek Falls)

Sonntag, 28.10.2012

Bei wolkenlosem Himmel ist es erneut recht frisch. Wir frühstücken auf dem Zimmer, bevor wir zum Trailhead der Lower Calf Creek Falls aufbrechen. Im Schatten der Canyonwände ist es noch sehr kalt. Also bezahlen wir schnell die Gebühr von zwei Dollar und marschieren los.

Unterwegs können wir immer Mal wieder ein Stück in der Sonne laufen, was sehr angenehm ist. Am Wegesrand gibt es Nummern, die mehr oder weniger zum Trailguide passen, den wir am Parkplatz mitgenommen haben. Das große Pictograph Panel erspähen wir aber trotzdem und ein paar Kleinere auch.

Nach ungefähr 1¼ Stunden erreichen wir den Lower Calf Creek Fall, der zum Glück noch komplett in der Sonne liegt. Außer uns ist nur ein weiterer Fotograf da. Wir fotografieren den Wasserfall aus vielen Perspektiven, Jens mit Stativ und Graufilter. Für den ersten richtigen Versuch mit dem Filter sind die Fotos schon ganz gut geworden.

Als der Wasserfall im Schatten verschwindet, wird es mit dem auffrischenden Wind wieder echt kalt. Deshalb machen wir uns gemütlich auf den Rückweg, auch weil es inzwischen am Wasserfall immer voller wird. Zum Teil gleicht der Rückweg einer Völkerwanderung. In der Sonne kommen wir ordentlich ins Schwitzen, so dass wir ein paar Kleiderschichten in unseren Rucksäcken verstauen.

Am Auto angekommen, essen wir am dortigen Picknickplatz erst mal zu Mittag. Dann fahren wir Richtung Escalante und biegen auf die Hole-in-the-Rock Road ab. Auf dieser gut zu fahrenden Dirt Road bleiben wir ca. 20 Kilometer, bis wir Devil’s Garden erreichen. Wir gönnen uns noch einen kalten Starbucks-Kaffee, bevor wir im Licht der tiefstehenden Sonne den Garten des Teufels erkunden. Einige Felsen sehen wie Steinmännchen aus – auch Gummibären können wir entdecken. Den Metate Arch fotografieren wir ebenfalls ausgiebig.

Das Gelände ist nicht so groß, so dass wir noch bei Tageslicht zurück im Motel sind. Zum Abendessen gehen wir wieder in die Circle D Eatery, wo es für die hungrigen Entdecker leckeres Ribeye- bzw. T-Bone-Steak gibt.

Gefahren: 52,2 Meilen
Gewandert: 14,9 Kilometer zu den Lower Calf Creek Falls; 1,5 Kilometer im Devil’s Garden

Tag 13: Escalante (Upper Calf Creek Falls)

Samstag, 27.10.2012

Wir wagen uns morgens doch irgendwann unter der warmen Decke hervor. Aufgrund der Kälte belassen wir es bei einer Katzenwäsche. Warm angezogen fahren wir ohne Frühstück zum Trailhead der Upper Calf Creek Falls. Unterwegs begegnen uns einige Kühe – bei Tageslicht diesmal neben der Straße. Am Trailhead frühstücken wir erst mal Bagels mit Frischkäse und Marmelade.

Dann schnüren wir unsere Wanderschuhe und machen uns an den Abstieg zum Calf Creek. Der Weg führt anfangs sehr steil über weißen Slickrock mit schwarzen Lavasteinen am Rand nach unten. Wir folgen den Steinmännchen „Cairns“. Der steile Abstieg geht ganz schön in die Knie. Nach etlichen Höhenmetern geht es über einen sandigen Pfad weiter bergab.

Wir kommen an eine Gabelung und biegen zunächst nach rechts zum Pool und den kleinen Wasserfällen oberhalb des eigentlichen Upper Calf Creek Falls ab. Hier halten wir uns einige Zeit auf und genießen die Sonne und die Ruhe. Mittlerweile ist es auch deutlich wärmer geworden. Jens probiert seinen neuen Graufilter aus und wir machen ein paar Aufnahmen von uns mit dem Stativ.

Anschließend gehen wir zurück zur Abzweigung, folgen dem linken Weg und machen uns vorsichtig an den Abstieg nach zum Fuß des Upper Calf Creek Falls. Der Weg ist teilweise etwas ausgesetzt, aber mit Ruhe und Geduld kommen wir heil unten an. Der Wasserfall ist wirklich sehr schön. Unterhalb ist ein großes Becken und hinter dem Wasserfall wächst viel Moos, das einen schönen Kontrast zu dem hellen Fels bildet.

Nach einigen Fotos und einem stärkenden Müsliriegel begeben wir uns auf den Rückweg zum Auto. Dabei kommen wir gut ins Schwitzen, da es eigentlich den ganzen Rückweg steil bergauf geht. Oben angekommen verschnaufen wir nur kurz und brechen zu einem nahegelegenen Geocache auf. Nach dem Loggen des Caches picknicken wir mit Blick auf die tolle Landschaft am Highway 12.

Gut gestärkt fahren wir weiter zur Old Sheffield Road (auch Spencer Flat Road). Wir folgen der Dirt Road für circa acht teils sehr holprige Kilometer und suchen uns dann einen geeigneten Parkplatz. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit legen wir auf dem Weg Richtung Moqui Hill einen Schritt zu. Der Weg führt entlang eines alten Jeeptrails durch tiefen Sand und war nochmal richtig anstrengend. Nach ungefähr 30 Minuten Fußmarsch erreichen wir den Moqui Hill. Dort befinden sich unzählige Moqui Marbels, steinerne Murmeln aller Größen und Farben. Einige sind richtig rund, andere bereits zerbrochen oder sogar UFO-förmig.

Als wir ankommen, können wir in der Nähe einige Rinder beobachten. Zwei davon mit riesigen Hörnern, die uns skeptisch beobachteten. Uns wird etwas mulmig, nach kurzer Zeit verziehen sich die Rinder jedoch. Nach einer guten halben Stunde und unzähligen Fotos wandern wir auch schon wieder zurück zum Auto. Die Sonne steht schon tief und wir wollen den Highway und wenn möglich auch Escalante noch bei Tageslicht erreichen.

Im Hotel springen wir schnell unter die Dusche und gehen dann direkt gegenüber vom Cicle D Motel zur Circle D Eatery zum Abendessen. Der Service ist sehr zuvorkommend und auch das Essen, Beef Brisket für Katja und Rippchen für Jens, schmeckt super. Zurück im Zimmer erledigen wir noch ein bisschen Handwäsche, sichern die Fotos und reinigen unsere Kameras. Anschließend fallen wir erneut ziemlich müde ins warme Bett.

Gefahren: 57,2 Meilen
Gewandert: 5,2 Kilometer zu den Upper Calf Creek Falls; 4,1 Kilometer zum Moqui Hill

Tag 12: Hanksville – Escalante

Freitag, 26.10.2012

Heute wollten wir zum Wild Horse Window. Da es ähnlich kalt ist wie gestern, schlüpften wir in unsere warmen Klamotten und gehen schnell rüber zu Stan’s Burger Shack zum Frühstücken.

Um zum Wild Horse Window zu gelangen, fahren wir wieder Richtung Goblin Valley SP, biegen aber kurz vorher auf eine Dirt Road ab und parken ein paar Meter weiter. Vom Auto aus können wir das Window bereits sehen. Der Weg dorthin führt zunächst durch einen Wash, wo er noch als Trampelpfad erkennbar ist. Danach geht es über Slick Rock stetig bergauf. Dabei kommen wir bei wolkenlosem blauem Himmel doch ein wenig ins Schwitzen und können unsere Wollmützen schon ausziehen. Kurz bevor wir das Window erreichen, müssen wir einige mit Wasser gefüllte Pools umgehen und Katja entdeckt ein kleines Pictograph Panel in der Felswand.

Das Wild Horse Window hat gigantische Ausmaße! Links befindet sich ein kleiner Alkoven, rechts eine riesige Höhle mit einem großen Loch im Dach. Auch hier befinden sich Felszeichnungen, die jedoch leider teilweise verunstaltet wurden. Nachdem wir viele Fotos gemacht haben, genießen wir die Sonne und die Stille vor dem Window und stärken uns mit einem Apfel.

Anschließend steigen wir zügig ab, denn wir wollen noch einen Abstecher zum Wild Horse Canyon Pictograph Panel machen, welches Laurent Martrès in seinem Fotoführer als sehenswert beschreibt. Da wir keinen geeigneten Abstieg in den Wildhorse Canyon finden, müssen wir fast bis zum Auto zurücklaufen. Der Wildhorse Canyon ist sehr abwechslungsreich. Mal wie ein kleiner Slot Canyon, mal sehr weit mit steilen hohen Felswänden. An einer dieser weiten Stellen soll sich die Felszeichnung rechts oben befinden.
Unterwegs entdecken wir weit oben in einem kleinen Alkoven etwas. Um es genauer zu betrachten, hätten wir aber ein Fernglas oder eine Telelinse gebraucht, die laut Laurent nicht benötigt wird. Deshalb setzen wir unsere Suche im Canyon weiter fort, jedoch ohne Erfolg.
Zurück unterhalb des kleinen Alkovens stellen wir fest, dass dies doch das gesuchte Pictograph Panel ist. Wir versuchen ein Stück näher hochzusteigen. Irgendwann ist es uns jedoch zu gefährlich, so dass wir den Versuch abbrechen. Also gehen wir geschafft und etwas ärgerlich auf Laurent wieder zum Auto.

Mittlerweile ist es schon Nachmittag. Wir fahren zurück nach Hanksville, wo wir etwas ausgehungert erneut bei Stan’s Burger Shack einfallen. Die Burger sind aber auch wirklich sehr lecker. Bevor wir uns auf den Weg nach Escalante machen, tanken wir noch bei der angeschlossenen Tankstelle.

Der Capitol Reef National Park kommt auf dieser Reise erneut zu kurz. Wir halten unterwegs nur kurz für einige Fotos und Geocaches. Unter anderem an der Behunin Cabin und am Fruita Schoolhouse. Leider haben wir vergessen, wie bergig die UT 12 über den Boulder Mountain nach Escalante führt, und uns zu lange mit der Suche nach den Felszeichnungen und den Geocaches aufgehalten. Deshalb sind wir heute noch sehr spät unterwegs – es dämmert schon.

Im Bereich des Boulder Mountain führt die Straße durch einen Wald voller Birken mit weißen Stämmen ohne Blätter an den Ästen. Im Licht der untergehenden Sonne mit dem Dunst in der Luft wirkt das irgendwie gespenstisch. In der Dämmerung bzw. Dunkelheit ist leider auch viel Wildlife unterwegs: von Hasen, über ein paar Mule Deer, bis hin zu einem Hirsch mit riesigem Geweih, der ohne zu gucken vor uns über die Straße rennt. Zu guter Letzt stehen kurz vor Escalante, in völliger Dunkelheit, unbeleuchtete Kühe mitten auf der Straße.

Heil in Escalante angekommen, sind wir dann auch entsprechend fertig. Wir holen uns an der Tankstelle bei Subway noch ein Sandwich, welches wir auf dem Zimmer verspeisen, bevor wir hundemüde ins Bett fallen.

Gefahren: 164,1 Meilen
Gewandert: 11,1 Kilometer zum Wild Horse Window und im den Wild Horse Canyon

Tag 11: Hanksville

Donnerstag, 25.10.2012

Der Wecker klingelt um 6:30 Uhr, draußen ist es -2 °C kalt und wir wollen eigentlich nicht aus den warmen Federn. Wir ziehen eine Kleiderschicht mehr an und düsen über den Parkplatz zu Stan’s Burger Shack, wo es für die Motelgäste das Frühstück gibt.

Gut gestärkt machen wir uns auf den Weg zum Goblin Valley State Park. Hier finden sich tausende von kleinen Kobolden aus rotem Sandstein. Nach einem kurzen Stopp im Visitor Center, auch um aktuelle Wetterinformationen zu erhalten, ziehen wir die warmen Jacken und Mützen an und starten ins Tal der Kobolde. Wir wandern gut drei Stunden zwischen den schönen kleinen Steinmännchen hindurch und finden dabei viele Fotomotive. Nebenbei loggen wir noch einen Geocache und suchen einen Weiteren leider vergeblich.

Zurück am Auto können wir uns erstmal einer Kleiderschicht entledigen. Es ist mittlerweile Mittag und auch etwas wärmer, so dass Skiunterwäsche und Wollmütze überflüssig sind. Wir picknicken an einem der vielen überdachten Tische am Parkplatz mit Blick auf die Goblins. Dabei können wir eine asiatische Familie beobachten, die einen Kocher auspackt und erst einmal mit vielen Zutaten zu kochen beginnt.

Nach der Stärkung verlassen wir den State Park, um zum Trailhead des Little Wild Horse Canyon zu fahren. Die Straße dorthin ist mittlerweile bis zum Trailhead asphaltiert. Der Himmel ist zwar bedeckt und es stürmt schon wieder heftig, aber es ist kein Regen gemeldet, weshalb wir in den Canyon wandern wollen. Anfangs ist der Little Wild Horse Canyon noch recht weit. Bereits an der ersten Engstelle muss man einen großen Felsen seitlich umklettern. Einige eifrige Wanderer haben den besten Weg bereits mit Steinmännchen markiert, so dass wir den besten Weg ohne Probleme finden.

Nach diesem Hindernis wandern wir gemütlich durch den teils sehr engen Canyon. An einigen Stellen kann man den Fuß nicht mehr auf dem Boden aufsetzen, sondern muss in zwischen den Felswänden verklemmen. Wir schießen wieder viele Fotos, auch von den berühmten Löchern in der Canyonwand. Katja versucht noch, an besonders engen Stellen ein paar Fotos mit Stativ zu machen. Auch im Little Wild Horse Canyon loggen wir einen Cache mit einem überdimensionierten Container.

Leider wird es immer kälter und der Wind immer stürmischer. Zum Glück haben wir die Wollmützen noch im Rucksack. Also gehen wir zügig zurück zum Auto und loggen auf der Rückfahrt noch drei weitere Geocaches. Einer davon ist in einem großen Hoodoo versteckt.

In Hanksville heben wir noch zwei weitere Caches, ehe wir etwas durchgefroren zum Motel fahren. Wir waschen noch schnell eine Maschine Wäsche, bevor wir in Ermangelung von Alternativen wieder zu Stan’s Burger Shack zum Abendessen gehen. Heute gibt es Burger ohne Shake, man(n) ist ja lernfähig.

Gefahren: 85 Meilen
Gewandert: 5,2 Kilometer im Goblin Valleay SP; 4,9 Kilometer im Little Wild Horse Canyon (zur Sandstone Illusion)

Tag 10: Bluff – Hanksville

Mittwoch, 24.10.2012

Heute probieren wir zum Frühstück in der benachbarten Tankstelle etwas Neues aus: einen Breakfast Burrito. Das ist wohl eine örtliche Spezialität. Der Burrito wird mit Rührei, Hashbrowns und Speck gefüllt. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber essbar. Im Shop der Tankstelle kaufen wir dann noch ein paar Kleinigkeiten, unter anderem unser erstes Beef Jerky. Heute Morgen sind wir in Probierlaune.

Anschließend statten wir dem Goosenecks State Park erneut einen Besuch ab, um Fotos ohne Gegenlicht zu machen. Heute früh ist es angenehm windstill. Der Ausblick ist echt schön, allerdings leider auch mir dem Superweitwinkel kaum auf ein einzelnes Foto zu bannen. Im Anschluss fahren wir die 261 nach Norden Richtung Natural Bridges National Monument. Ein kleines Stück, bekannt als Moki Dugway, ist unbefestigt und windet sich in Serpentinen die Cliffs hinauf. Dieses kurze Stück lässt sich aber gut fahren. Zudem ist wenig Verkehr. Von den Serpentinen haben wir immer wieder tolle Ausblicke auf das Valley of the Gods und die Ebene bis zum Monument Valley.

Das Natural Bridges National Monument hatten wir schon einmal während unserer USA-Reise 2010 kurz besucht. Damals hat es jedoch geregnet, so dass wir lediglich die View Points angefahren haben. Nach dem obligatorischen Besuch im Visitor Center beschließen wir, erstmal zu picknicken und anschließend wenigstens zu einer der drei großen Naturbrücken im Park zu wandern. Wir entscheiden uns für die Sipapu Bridge, der größten und, wie wir finden, schönsten Brücke.

Um zur Sipapu Bridge zu gelangen, wandern wir einen steilen Pfad hinunter. An einigen Stellen sind Treppen und sogar Leitern angebracht, um besonders steile Stellen zu überwinden. Auf halbem Weg, an einer Art View Point können wir die Größe der Brücke langsam erahnen. Aber erst unten im trockenen Flussbett angekommen zeigt sich, wie gigantisch die Brücke ist. Nach einigen Fotos schnaufen wir den gleichen Weg wieder hinauf. Nach ungefähr einer Stunde und zehn Minuten stehen wir wieder am Parkplatz.

Wir halten noch kurz an den View Points der anderen beiden Brücken, die wir aber nicht so spektakulär finden. Dann brausen wir über die UT 95, einem Scenic Byway, Richtung Hanksville. Die Straße windet sich zunächst schön entlang des White Canyon, später durch steil aufragende, tiefrote Felsen. Bei Hite überqueren wir den Colorado River mit Blick auf das nördliche Ende des Lake Powell. Hier hängen dicke, dunkle Wolken am Himmel und der Sturm bläst sehr stark. Deshalb legen wir nur wenige kurze Fotostopps ein. Zum Glück regnet es nur ein paar Tropfen.

In Hanksville ist der Himmel wieder recht freundlich. Wir beziehen unser vorgebuchtes Zimmer im Whispering Sands Motel und nehmen gleich die Waschmaschine in Beschlag. Im benachbarten Stan’s Burger Shak gibt es dann zum Abendessen sehr leckere Burger und für Jens einen gigantischen Shake, den er nicht zu Ende auslöffeln kann. Wieder etwas gelernt: Ein „Shake“ ähnelt eher einem überdimensionierten Softeis als einem Milchshake.

Gefahren: 172,7 Meilen
Gewandert: 2,8 Kilometer zur Sipapu Bridge

Tag 9: Farmington – Bluff

Dienstag, 23.10.2012

Nach dem anstrengenden Wandertag von gestern schlafen wir heute ein Stündchen länger. Wir machen uns gemütlich abreisefertig und frühstücken im Hotel. Bei Safeway stocken wir noch schnell unsere Picknick- und Wasservorräte auf und besorgen uns im angegliederten Starbucks einen Grande Caffè Latte.

Über Shiprock fahren wir wieder nach Arizona. In Kayenta stoppen wir zwecks Pipiause kurz bei McDonalds und fahren dann beim Monument Valley über die Utah-Stateline. Das Monument Valley besichtigen wir diesmal nicht, sondern begnügen uns mit den roten Felsen und Buttes ringsum. Auf der Weiterfahrt sehen wir direkt neben der Straße ein totes Pferd. Einige totgefahrene Coyoten haben wir schon gesehen, aber ein ganzes Pferd?!

Kurz hinter dem Örtchen Mexican Hat besuchen wir den eintrittsfreien Goosenecks State Park. Hier bläst der Wind jedoch so stark, dass wir uns beim Ausblick auf den San Juan River nur kurz aufhalten. Es hat bereits gestern in den Bisti Badlands am Nachmittag stark gewindet und heute den ganzen Tag über heftigst gestürmt.

Wir beschließen, auch dem benachbarten Valley of the Gods einen Besuch abzustatten. Hierfür biegen wir kurz vor dem Moki Dugway auf eine Dirt Road vom Highway ab. Im Valley of the Gods gibt es rote Steilwände und Buttes, ähnlich dem Monument Valley. Die Dirt Road ist größtenteils sehr gut zu fahren, unterwegs begegnen uns sogar einige Camper. Wir halten an vielen Stellen zum Fotografieren an und entdecken sogar den „Schuh des Manitu“, wie Katja den Butte getauft hat.

In Bluff, einem winzigen Örtchen wenige Meilen weiter, fahren wir direkt zum am Vorabend vorgebuchten Motel. Das Zimmer ist sauber, aber sehr klein, wenn man mit zwei großen Taschen und Handgepäck reist. Leider hat die San Juan River Kitchen, in der wir in 2009 sehr lecker gegessen hatten, inzwischen den Besitzer gewechselt. Dort ist es nun sehr laut, was uns nicht zusagt. Daher fahren wir weiter zum örtlichen Steakhouse, im dem ausgerechnet Heute eine geschlossene Gesellschaft feiert. Also bleibt uns nur das recht touristische Twin Rocks Café am Ortsende. Das Steak und die Ribs sind ok. Auf dem Zimmer gönnen wir uns dann noch ein Ben & Jerry’s Eis und zappen ein bisschen durch das US-Fernsehprogramm.

Gefahren: 242,5 Meilen